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Praktischer Einkaufsratgeber

Gentech-Broschüre

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Wer profitiert von Gentechnik?

 

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Müssen Gentech-Lebensmittel gekennzeichnet sein?

Wie erkenne ich gentechnikfreie Produkte im Supermarkt?

Alle Bioprodukte sind gentechnikfrei und werden streng von unabhängigen Kontrollstellen geprüft.

Produkte aus konventionellem Anbau, die ohne Gentechnik hergestellt werden, sind mit dem Siegel "gentechnikfrei" oder "ohne Gentechnik hergestellt" gekennzeichnet. Dieses Siegel gibt Ihnen große Sicherheit, denn alle LandwirtInnen und ProduzentInnen unterziehen sich einer genauen Kontrolle.

ARGE Gentechnik-frei ARGE Gentechnik-frei

Durch den Kennzeichnungs-Dschungel

Pflanzliche Gentech-Produkte wie Speiseöle, Tomatenmark, Kartoffeln, Maismehl (Polenta), etc. müssen auf der Verpackung einen Hinweis enthalten, dass es sich um Gentech-Produkte handelt. Bei verarbeiteten Produkten wie Tiefkühl-Pizza oder Schokolade müssen die entsprechenden Zutaten in der Zutatenlisten ebenfalls als Gentechnik-Produkte klar gekennzeichnet sein, auch wenn sie im Endprodukt nicht mehr nachweisbar sind.

GLOBAL 2000 hat erreicht, dass der österreichische Handel sich dazu verpflichtet hat, keine kennzeichnungspflichtigen Produkte zu führen.

Aber: Lebensmittel mit Gentech-Anteilen bis zu 0,9 Prozent dürfen auch künftig ohne Kennzeichnung verkauft werden, wenn die Verschmutzung "zufällig" oder "technisch unvermeidbar" passiert ist. Was aber "zufällig" oder "technisch unvermeidbar" bedeutet, lässt der Gesetzgeber offen.

Tierische Gentech-Produkte wie Milch, Butter, Fleisch müssen nicht gekennzeichnet sein, selbst dann, wenn die Tiere mit Gentech-Pflanzen gefüttert wurden.

Als Faustregel gilt: Wenn die Gentech-Pflanze durch eine Maschine (z. B. Mehl, Schokolade...) geht, muss diese gekennzeichnet sein. Wenn sie durch einen Tiermagen geht müssen Produkte wie Milch, Eier, Fleisch etc. nicht gekennzeichnet sein. Vorsicht bei konventionellem Schweine- und Hühnerfleisch - auch aus Österreich - denn hier ist zu 95% immer noch Gentechnik im Futter.

Die gute Nachricht: Im Handel erhältliche österreichische Milchprodukte und 80 Prozent der Frischeier sind auf Druck von GLOBAL 2000 seit Sommer bzw. Herbst 2010 gentechnikfrei. Dies gilt jedoch nicht für die Gastronomie, die ihre LieferantInnen auch außerhalb des österreichischen Lebensmitteleinzelhandels hat. Hier empfiehlt GLOBAL 2000 Bio-Hotels.


Wie funktioniert die Kontrolle der Kennzeichnungspflicht?

Kläglich. Die staatliche Kontrollbehörde kontrolliert zu wenige Produkte und prüft zu wenig Dokumente. Den überführten "Gentech-Sündern", die gegen die Kennzeichnungspflicht verstoßen haben, passiert so gut wie nichts.

Da auch die Öffentlichkeit nicht unmittelbar über den Verstoß gegen die Kennzeichnungspflicht informiert wird, werden die Produkte nicht zurückgerufen und das jeweilige Produkt unbemerkt von den KonsumentInnen verbraucht. Schlimmstenfalls droht den Herstellern bei Verurteilung eine minimale Verwaltungsstrafe.

 

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  • letztes Update: 22.01.2011 13:32
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