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Gentechnik und Umwelt

Gentechnisch veränderte Organismen leben. Anders als Chemikalien können sie sich vermehren, verändern, genetisch austauschen, ausbreiten und in Wechselwirkungen mit anderen Organismen treten. Einmal in die Umwelt entlassen, sind sie praktisch nicht mehr rückholbar.

Wind und Insekten transportieren die Pollen der Pflanzen über Strecken von mehreren Kilometern. Gentech-Pflanzen vermischen sich so mit ihren natürlichen Verwandten. Viele Gentech-Pflanzen sind also nicht koexistenzfähig, die Eigenschaften gentechnisch  veränderter Sorten würden sich regelmäßig auf Wild- und Kulturpflanzen übertragen (= Auskreuzung).

Außerdem überleben Samen von Gentech-Pflanzen über Jahre im Boden und wachsen in Folgejahren wieder nach (= Durchwuchs).

Gentech-Pflanzen gefährden Artenvielfalt

Marion/pixelio.de
Große Freilandversuche belegen: Gentechnisch veränderte Pflanzen schädigen die biologische Vielfalt.
Der bisher größte Freilandversuch fand in Großbritannien statt und untersuchte die Auswirkungen von gentechnisch verändertem Raps und gentechnisch veränderten Futterrüben der Konzerne Bayer und Monsanto.

Die Ergebnisse stimmen alarmierend: Auf den Gentech-Feldern gab es 60 bis 80 Prozent weniger Kräuter sowie weniger Schmetterlinge, weniger Bienen und weniger Käfer.

Das bedeutet auch, dass die Verbreitung zumindest dieser beiden Gentech-Pflanzen die Nahrungsgrundlage für Vögel dezimiert und damit deren Überleben gefährdet. Ähnliche Auswirkungen müssen auch von anderen gentechnisch veränderten Pflanzen befürchtet werden.

Gentech-Pflanzen führen zu mehr Pestiziden in der Landwirtschaft

Entgegen der Propaganda einflussreicher Gentechnik-Konzerne führen Gentech-Pflanzen zu einem signifikanten Anstieg von Pestiziden in der Landwirtschaft. Studien belegen beispielsweise einen 15-fachen Anstieg des Herbizides RoundUp (Glyphosat) in den USA und einen nahezu 80-prozentigen Zuwachs in Brasilien, der auf den Einsatz von Gentech-Pflanzen zurückzuführen ist.

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