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Auswirkungen des Klimawandels auf Österreich

In den letzten 150 Jahren hat Österreich eine überdurchschnittliche Erwärmung erfahren. Während global die Temperatur um „nur“ 0,8°C anstieg, konnte in der Alpenrepublik eine Temperaturerhöhung um 1,8°C beobachtet werden.

Alpenraum - Murenabgänge und Artensterben
Der Alpenraum reagiert besonders sensibel auf die globale Erwärmung. Die zu beobachtende Gletscherschmelze wird sich beschleunigen, bald werden die Gletscher verschwunden sein. Berghänge tauen auf, die bisher ganzjährig gefroren waren. Dadurch sind Ortschaften von Murenabgängen und Erdrutschen bedroht. Die Almwirtschaft wird durch ein Aufsteigen der Baumgrenze gefährdet. Der massive Temperaturanstieg könnte das Aus für Schneehase und Murmeltier bedeuten.

Wien - Kollaps des Energiesystems
Alle Städte, aber vor allem der Wiener Stadtkern, sind durch zunehmende Hitze besonders betroffen. Denn bebaute Gebiete heizen sich weit stärker auf als unbebaute. Vermehrte Schlafstörungen und Gesundheitsprobleme belasten besonders Kinder und ältere Menschen. Die Tage mit Kühlungsbedarf werden sich bis 2050 verdoppeln. Im Sommer sind zunehmend Stromausfälle zu befürchten: Niedrige Flusswasserstände beschränken die Stromerzeugung aus Wasserkraft. Die Kühlung von kalorischen Kraftwerken ist ebenso auf kühles Flusswasser angewiesen. Der Kollaps des Energiesystems ist so eine reale Gefährdung.

Flachland - Schäden für Infrastruktur und Landwirtschaft
Die Zunahme von starken Niederschlägen und Gewittern lassen Auswirkungen auf die Verkehrsinfrastruktur befürchten. Intensive Regenfälle unterspülen beispielsweise Bahntrassen und machen diese instabil. Vom Klimawandel betroffen ist auch die Landwirtschaft: Im Hitzesommer 2003 erlitt die steirische Landwirtschaft bereits Schäden von 80 Millionen Euro. Auch die Forstwirtschaft ist durch Trockenheit, Hitze und Sturmschäden schwer bedroht. Standortfremde Fichtenbestände leiden besonders unter der Dürre und dem zunehmenden Schädlingsdruck durch Borkenkäfer. Ganze Wälder sind bedroht.

 

Regionalstudie zum Download:

©GLOBAL 2000 Regionalstudie  2010-02-24 13:51:39
GLOBAL 2000

letztes Update: 14.12.2010 15:11
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