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Klimaschutz wirtschaftlich sinnvoll
Vorreiter Großbritannien
Eine offizielle Studie der britischen Regierung belegt eindrücklich die Vorteile des Klimaschutzes für die Wirtschaft. Großbritannien hat seit 2008 ein progressives Klimaschutzgesetz. In einer Bewertung der ökonomischen Auswirkungen kommt nun das Departement für Energie und Klimawandel zu dem Ergebnis, dass sich dieses Gesetz auch wirtschaftlich lohnt. Unterm Strich wird der Gewinn bis 2050 auf 870 Mrd. Euro geschätzt!
Potenzial für Österreich
Dieses brachliegende Potenzial muss endlich auch in Österreich ausgeschöpft werden! Weitere Verzögerungen kann sich weder das Klima noch die angeschlagene Wirtschaft leisten. Mit einem Klimaschutzgesetz müssen jetzt die Weichen für unsere Zukunft gestellt werden.
Sieben Argumente für ein Klimaschutzgesetz in Österreich
- Rentabel:
Der Report des ehemaligen Chefökonomen der Weltbank, Nicholas Stern, hat deutlich gemacht, dass sich mittel- und langfristig die Emissionsreduktion lohnt. Mit jedem Euro, der heute in die Vermeidung eingesetzt wird, werden Schadenskosten von fünf bis 20 Euro gespart.
- Maßnahmen im Inland sinnvoller:
Dass die österreichische Regierung die im Kyoto-Protokoll zugesagte Emissionsreduktion nicht mit inländischen Maßnahmen erfüllt, kostet uns 531 Mio. Euro! Anstatt das Geld für den Ankauf von Emissionsreduktionseinheiten auszugeben, könnten Investitionen in thermische Sanierung oder die Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs die Auswirkungen der Wirtschaftskrise mildern.
- Gut fürs Budget:
Die Kosten für eine in Österreich vermiedene Tonne CO2 werden auf vier bis sechs Euro geschätzt. Zum Vergleich: Der Preis von Emissionsreduktionseinheiten, die im Ausland gekauft werden müssen, liegt gemäß Rechnungshof bei 9.74 Euro/t (momentaner Marktpreis steht bei rund 13 Euro). Außerdem verfallen die zugekauften Emissionszertifikate für die nächste Berechnungsperiode wieder. Besser wäre es, gleich von Anfang an im Inland zu reduzieren!
- Innovationsschub:
Mit einer expliziten Festlegung auf inländischen Klimaschutz werden Anreize für zahlreiche technologische und soziale Innovationen geschaffen. Damit machen sich insbesondere Klein- und Mittelunternehmen fit für die Zukunft. Je früher ein Land damit beginnt, desto besser stehen die Chancen auf „Green Jobs“ und nachhaltiges Wachstum.
- Energieunabhängigkeit:
Rund 85 Prozent der Treibhausgasemissionen in Österreich stammen vom Verbrauch fossiler Energieträger. Effizienzmaßnahmen und der Einsatz erneuerbarer Energie reduzieren diesen Verbrauch. Damit wird unsere Energieversorgung weniger abhängig von teuren Importen sowie von politischen Konflikten (etwa Russland/Ukraine) und fragwürdigen Regimen (etwa Aserbaidschan, Iran).
- Generationengerechtigkeit:
Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass die Emissionsreduktion nicht den betroffenen zukünftigen Generationen aufgebürdet wird, sondern bereits heute die Verantwortung als Verursacher wahrgenommen wird.
- Planungssicherheit:
Klimaschutz verlangt langfristige Planung. Vor allem für die Industrie ist es wichtig, sich rechtzeitig auf neue Rahmenbedingungen einstellen zu können. Eine frühe Fokussierung auf inländische Maßnahmen schafft die nötige Planungssicherheit für die Wirtschaft und ermöglicht einen sanfteren Übergang.
- Positive Nebeneffekte für die Umwelt:
Inländischer Klimaschutz verbessert zusätzlich auch den allgemeinen Zustand der Umwelt. Maßnahmen im Verkehrsbereich reduzieren zum Beispiel die Belastung mit Feinstaub, Ozon oder Lärm.















