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Hormon-Chemikalien in Obst und Gemüse

Die Auswertung von europäischen Daten der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA (European Food Safety Authority) durch das „Pesticide Action Network“ (PAN)-Europe, PAN-Germany und GLOBAL 2000 ergab hohe Belastungen durch hormonell wirksame Pestizide auf Obst und Gemüse in Europa. GLOBAL 2000 will in den nächsten Wochen die österreichische Situation genauer beleuchten.

Siepmann, pixelio.deWing Tin Chen/flickr.com

Gesundheitsschädliche Chemikalien

Als „hormonell wirksame 
Chemikalien“- bzw. „Endocrine Disrupting Chemicals“ (EDC) - werden Chemikalien bezeichnet, die in den Hormonhaushalt des Körpers eingreifen, und so das endokrine System stören können. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien zeigt, dass diese Chemikalien mit einer Reihe chronischer Krankheiten in Zusammenhang stehen; darunter Fruchtbarkeitsstörungen, hormonell bedingte Krebserkrankungen wie Brust- und Prostatakrebs, Fettleibigkeit und Diabetes.

EDCs auf österreichischen Produkten?

Die höchsten Belastungen basierend auf den EU-Daten wurden bei Häuptelsalat, Tomaten, Gurken, Äpfeln und Lauch festgestellt. Bei dieser Studie wurden die Pestiziddaten der 27 EU- Mitgliedstaaten ausgewertet. Direkte Rückschlüsse auf die Belastungssituation bei heimischen Obst- und Gemüseerzeugnissen lassen sich deshalb aus diesen Ergebnissen nicht ableiten.Bei Glashaustomaten beispielsweise, wo in Österreich der Nützlingseinsatz Standard ist, dürften deutlich weniger Pestizide zum Einsatz kommen. Dennoch sind auch in Österreich zahlreiche hormonell wirksame Pestizide zugelassen. Deshalb fordert GLOBAL 2000 von Landwirtschaftsminister Berlakovich, Pestizide mit hormoneller Wirkung von der Liste der im Umweltprogramm ÖPUL zugelassenen Mittel zu streichen und sich in der EU dafür einzusetzen, dass die Kriterien bezüglich hormonell wirksamer Pestizide im Sinne des vorsorglichen KonsumentInnenschutzes definiert werden.

Was rät GLOBAL 2000 KonsumentInnen?

Um garantiert rückstandsfreies Obst und Gemüse zu kaufen, rät GLOBAL 2000 den KonsumentInnen, Ware aus biologischer Landwirtschaft zu wählen. Darüber hinaus sollten Sie regionale und saisonale Produkte bevorzugen. Weitere Informationen bietet auch die von GLOBAL 2000 gemeinsam mit PAN verfasste Informationsbroschüre, die auf die Gesundheitsrisiken durch hormonell wirksame Chemikalien aufmerksam macht, und Tipps zu deren Vermeidung bietet. Dieser Ratgeber steht auf der GLOBAL 2000-Homepage (ebenso wie auf disruptingfood.info) zum Download bereit.

letztes Update: 10.10.2012 09:33
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