Weitere Nachrichten

  • 19.01.12
    BASF verlässt Europa: Seit 16. ...
  • 15.01.12
    Atomstrom-Stopp in Österreich: Wie geht das in der ...
  • 03.12.11
    Pestizid-Konzerne wegen Menschenrechtsverle... angeklagt: Am 3. Dezember ist ...
  • 22.09.11
    25 Gründe, die für BIO sprechen: Bio-Landwirtschaft ...

Bio-Broschüre

©GLOBAL 2000

Bestellen unter 01/812 57 30 oder downloaden

Ressourcen-Report

©GLOBAL 2000/SERI

Obstkontrolle!

©GLOBAL 2000

Hinweis: Für eine korrekte Darstellung der Seite muss JavaScript aktiviert sein. JavaScript können Sie in den Einstellungen Ihres Browsers aktivieren.
Spritzmittel, nein danke!
Pestizide werden in ...
Pestizidbelastung Obst & Gemüse
Wenn man ...
Pestizide: Nur in Spuren nachweisbar?
Für die ...
Wie vor EHEC-Keim schützen?
Die Erkrankungen ...
Ernährung
GLOBAL ...
Wasser ist Leben
Sauberes Wasser ist ...
Gesundheitsgefahr: Neue EU-Grenzwerte
GLOBAL 2000 hat im ...
8500 Tonnen Gift durch Blumen
Blumen werden ...
Antibiotika im Obstbau
In heimischen ...
Weintest
GLOBAL 2000 hat im ...
Umfrage zu Antibiotika im Obstanbau
Umfrage: Wollen Sie ...
25 Gründe für Bio
Bio-Landwirtschaft ...
 

Antibiotika haben im Obstbau nichts verloren

In heimischen Obstplantagen werden Antibiotika gesprüht, um die vom Feuerbrand befallenen Apfel- und Birnenbäume zu behandeln. Das hilft den Bäumen wenig, hinterlässt aber auf den Äpfeln Antibiotikarückstände.
Feuerbrand ist eine hochinfektiöse, schwer zu bekämpfende Krankheit, die vorwiegend bei Kernobstgewächsen wie Apfel, Birne, Quitte, Eberesche, Weißdorn, Mispel u. a. auftritt. Seit dem Jahr 1993 breitet sich die Baumkrankheit auch in Österreich aus.
Für Erwerbsobstbauern und -bäuerinnen ist Feuerbrand existenzbedrohend. Deshalb ist es verständlich, dass sie die Baumkrankheit möglichst effektiv bekämpfen wollen. Das dazu eingesetzte Antibiotikum Streptomycin schadet jedoch  der Umwelt, den Menschen und dem Image des heimischen Obstbaus mehr, als es den Feuerbrand eindämmen kann.

Unwirksame Medikamente

Zum Beispiel besteht die Gefahr, dass Streptomycin und ähnliche Antibiotika ihre Wirksamkeit in der Humanmedizin verlieren, weil die Krankheitserreger Resistenzen bilden. Streptomycin wird in vielen Teilen der Welt gegen Tuberkulose eingesetzt.
Belasteter Honig

Problematisch ist auch die Belastung von Honig mit dem Antibiotikum. Die Bienen tragen mit den Pollen der Apfel- und Birnenblüten das Medikament in den Bienenstock. Im Jahr 2003 war in Baden Württemberg, wo die Obstbauern seit Jahren mit Streptomycin arbeiten, jede fünfte Honigprobe belastet. Jede zweite positive Honigprobe war über dem gesetzlichen Höchstwert.

Antibiotikarückstände in Äpfeln

Im Zuge von Kontrollen durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurden im Herbst 2008 – obwohl dies bisher von Behördenseite immer kategorisch ausgeschlossen wurde -, Rückstände des Antibiotikums auf Äpfeln nachgewiesen.
Da sich die Wissenschaft hier derart geirrt hat, müssen auch alle anderen bisherigen Aussagen über die Folgen des Antibiotikums für das Ökosystem hinterfragt werden.

Tipp:
Unter dem Reiter Hintergrundinfo finden Sie ein Hintergrundpapier zum Thema: "Warum Streptomycin im Obstbau nichts verloren hat."

letztes Update: 25.03.2009 16:08
Social Bookmarks