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Pestizidbelastung von Obst und Gemüse
Wenn man konventionelles Obst und Gemüse kauft, muss man davon ausgehen, dass sie mit Pestiziden "gespritzt" sind. Wie viele Rückstände dieser Pestizide tatsächlich in den Lebensmitteln sind, hängt in erster Linie davon ab, welche Mengen angewendet wurden und wie viel Zeit seit der letzten Spritzung vergangen ist. Pestizide bauen sich unterschiedlich schnell ab.
Bis zu 95 Prozent vom Obst belastet
Welche Pestizidrückstände sich auch tatsächlich auf den Früchten nachweisen lassen, ist von Untersuchungslabor zu Untersuchungslabor sehr unterschiedlich. Laut EU-Monitoringbericht aus dem Jahr 2007 wurden in 48,9 Prozent des europaweit getesteten Obst und Gemüses Pestizide gefunden. Bei den in den letzten fünf Jahren von GLOBAL 2000 durchgeführten Proben waren es 65,5 Prozent. Wird Obst und Gemüse in europäischen Spitzenlabors wie der CVUA Stuttgart untersucht, treten noch höhere Pestizidbelastungen zu Tage: So waren 2007 etwa 85% des untersuchten Gemüses und 95% des Obstes mit Rückstände von Pestiziden belastet.
Moderne Labors finden mehr Pestizide
Die Analytik hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert und somit ist es möglich, Rückstände von Pestiziden festzustellen, deren Nachweis noch vor ein paar Jahren unmöglich war.
Laut EU-Monitoring lag die durchschnittliche Anzahl der untersuchten Wirkstoffe in der EU 1997 noch bei 126. Im Jahr 2005 bereits bei 215 verschiedenen Wirkstoffen. Das ist also fast eine Verdoppelung der untersuchten Wirkstoffe.
Im Vergleich zu den über 500 Wirkstoffen, die die CVUA Stuttgart finden kann, ist das aber immer noch wenig.
Mehr über das PestizidReduktionsProgramm von GLOBAL 2000
















