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Regenwaldbroschüre

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Illegaler Holzschlag: Sie kommen mit Feuer und Kettensägen

Der Regenwald in Indonesien: Er gilt als der artenreichste Regenwald der Welt. Er ist Mutter, Vater und Heimat von Millionen Menschen und Abermillionen Tieren. Doch die Tropenholz- und Palmölkonzerne scheren sich nicht darum. In Kollaboration mit der Regierung verwandeln sie ihn durch radikale Abholzung und Brandrodung Tag für Tag in einen Todesacker von unvorstellbarer Größe. Nirgends sind so viele Arten vom Aussterben bedroht. Aber das große Sterben ist leise. Die Wunde ist groß und wird Tag für Tag größer. Vor allem auf Sumatra und Borneo sind schon riesige Flächen abgeholzt. Eines ist gewiss: Wenn nichts geschieht, gibt es im Jahre 2020 auf den beiden Inseln so gut wie keinen Regenwald mehr.

Und verdienen gleich doppelt

Die Zerstörung hat eine grausame Systematik: Erst werden die kostbaren Tropenhölzer - darunter viele geschützte und bedrohte Arten (z. B. Merbau) - illegal herausgeholt und verschachert, dann wird der Regenwald für Palmöl-Plantagen niedergebrannt. Schonungslos. Dass Menschen darin und von ihm leben, zählt nicht. Dass Tiere elendiglich krepieren, zählt nicht.
Was einzig zählt, ist Geld und Gewinn. Zuerst werden Unsummen illegal mit dem Holz verdient und dann wird mit Palmöl-Monokulturen weiter gewirtschaftet. Palmöl ist wichtige Grundsubstanz: für die Nahrungsmittelindustrie, für die chemische Industrie und für Agrosprit.

GLOBAL 2000Haryono/Telepak

Made in China: Vom Urwaldbaum zur Sperrholzplatte

70 Prozent des gesamten Holzes aus Indonesion werden illegal dem Regenwald entnommen. Das meiste Holz, das dem indonesischen Regenwald und damit den dort lebenden Menschen und Tieren geraubt wird, geht nach China. Der chinesische Holzmarkt verarbeitet, wie ein gigantisches Fließband, die importierten Rohhölzer aus Indonesien und exportiert die fertigen Holzprodukte weiter. China ist weltweit der größte Exporteur von Holzprodukten wie Möbel und Sperrholz, sowie der zweitgrößte Produzent von Papier. Im Baumarkt um die Ecke beispielsweise finden die KonsumentInnen einen in einer chinesischen Fabrik hergestellten Parkettboden aus Merbau-Holz. Sie ahnen nicht, dass es sich hier meist um ein illegal geschlägertes Tropenholz handelt und dass gerade mit diesem Parkettboden den BewohnerInnen des indonesischen Regenwaldes der existentielle Boden unter den Füßen weggezogen wurde.

Auch andere Länder sind betroffen

Doch nicht nur indonesische Regenwald ist betroffen. Der illegale Holzhandel verursacht in anderen Ländern, wie zum Beispiel Afrika, Verluste in Milliarden höhe, födert die Korruption und finanziert häufig Kriege und Waffenkäufe.

Sehen Sie dazu ein Video zu illegalem Holzschlag in Afrika:

Links:

letztes Update: 07.06.2010 09:54
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