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Soja zum Nachteil der Umwelt und der Armen

In Lateinamerika werden riesige Flächen des Waldes – allein 2,6 Millionen Hektar in Paraguay – gerodet. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen verhindert ertragreiche Ernten und führt zu Wasserknappheit. Anwohner, wie die Kaiowa-Indianer und Kleinbauern, werden auf diese Weise von ihrem Land vertrieben und müssen in die Städte abwandern. Schuld an Allem ist der ausufernde Soja-Anbau. Die zudem gentechnisch veränderten Sojabohnen werden größtenteils nach Europa exportiert und dort als Futtermittel in Massentierhaltungen genutzt. 18 Prozent aller Treibhausgasemissionen entfallen auf die Fleisch- und Milchproduktion, das ist mehr als der gesamte Verkehrssektor verursacht.

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Ein weiteres Problem sind die vor Ort verwendeten Agrochemikalien wie Glyphosat und Paraquat. 20 Millionen Liter davon werden im Osten Paraguays versprüht. Diese Spritzmittel können Erkrankungen wie Hautausschläge, Durchfall mit Erbrechen bis hin zu Missbildungen, Verlust des Sehvermögens und Lähmungen hervorrufen, die sogar bis zum Tod führen können.

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Deswegen fordert GLOBAL 2000 von der Europäischen Union:

  • den Anbau von in Europa heimischen Futtermittelpflanzen wie Erbsen, Ackerbohnen und Klee zu unterstützen, um so die Abhängigkeit von importiertem Tierfutter zu reduzieren

  • Fördermittel der Regierung in ökologische, nicht industrielle Landwirtschaft zu investieren

  • Nachhaltige Landwirtschaft anstelle von Massentierhaltung

  • eine Verordnung, die alle Nahrungsmittel kennzeichnet die von Tieren stammen, welche mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert wurden. Noch besser wäre ein generelles Gentechnikverbot!

Weitere Informationen erhalten Sie über www.feedingfactoryfarms.org

 

letztes Update: 19.01.2010 09:03
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