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Der Regenwald und seine Zerstörung
Der Regenwald ist Lebensgrundlage für 90% aller Primaten, 80% aller Insekten, 40% aller Vögel und 60% aller Pflanzen der Erde. Mindestens die Hälfte aller auf der Welt vorkommenden Tier- und Pflanzenarten brauchen den Regenwald zum Überleben. 300.000 Millionen Menschen leben in den Regenwäldern.
Trotzdem werden die Wälder rücksichtslos abgeholzt.
Hinter der Zerstörung der Wälder stehen meist einige wenige Großkonzerne, allen voran die Holzindustrie. Aber auch die Lebensmittelindustrie vernichtet unberührte Wälder, für Plantagen aus Palmöl, Kaffee, Soja oder Viehweiden zum Fleischexport.
Anderswo wird der Regenwald wegen riesiger Industrieprojekte einfach überflutet und Flüsse werden vergiftet. Zu solchen Projekten gehören Dämme, Erdölförderung, Papier- und Zellstoffabriken, Bodenschatzabbau von Gold, Bauxit oder Uran.
Auch Entwicklungshilfeprogramme haben dem Wald geschadet
Auch Kolonialisierungsprogramme von Regierungen und internationale Entwicklungshilfeprogramme haben dem Regenwald bereits große Schäden zugefügt. Um die Armut zu lindern, wurden nämlich in manchen Ländern wahre Massenbesiedlungsprogramme durchgeführt. Eine fatale Strategie. Die Projekte scheiterten, vernichteten dafür den Regenwald und besonders die dort lebenden Völker. Berühmt-berüchtigt ist heute das "Transmigrasi"-Programm Indonesiens, das seit 1974 Millionen von Menschen in die Regenwälder verfrachtet hat. ExpertInnen schätzen den dabei verursachten Waldverlust auf jährlich 200.000 Hektar.
In manchen Regenwald-Nationalparks hat auch der so genannte Öko-Tourismus verheerende Folgen. Noch bevor Tourismus-Managementpläne ausgearbeitet werden, wird viel Geld gleich in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt. Die Gier der Regierungseliten nach schnellem Geld verhindert so effizienten Naturschutz.
Auch arme landlose Kleinbauern tragen in den Regenwaldländern zur Zerstörung bei. Indem sie den Holzfällertrupps der Industrie nachziehen und sich in den durch den Einschlag geöffneten Wäldern ansiedeln, die sie mit Brandrodung und ihrer unangepassten Feldwirtschaft weiter zerstören. Nach 1 bis 2 kargen Ernten sind die unfruchtbaren Böden ausgelaugt. Die Kleinbauern ziehen den Holzfällern nach und brennen ein weiteres Stück Regenwald ab.















