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Abflug in die Klimakatastrophe
Wenn du im Flugzeug deinen Sommerurlaub antrittst, setzt du pro Kilometer dreimal so viele Treibhausgase frei wie im Auto, vierzig Mal so viel wie im Zug. Dazu kommt, dass Flugzeugemissionen in luftiger Höhe eine zwei- bis viermal stärkere Treibhauswirkung haben als jene am Boden. Fliegen ist damit rund fünfzig Mal klimaschädlicher als Bahnfahren.
Eine Trendwende der Verkehrspolitik ist unbedingt notwendig: Während Billigflieger im innereuropäischen Verkehr steile Zuwachsraten verzeichnen, wurden die Direktzüge von Wien nach Amsterdam und Paris eingestellt. Kein Wunder also, dass die Bahn Marktanteile verliert.
Wieso kann Fliegen eigentlich so billig sein?
Die Antwort ist klar: Fliegen wird von der Allgemeinheit subventioniert.
Flugbenzin ist unbesteuert
Während Autofahrer für Treibstoff Mineralölsteuer zahlen und auch Strom und Diesel der ÖBB besteuert wird, werden für Kerosin keinerlei Abgaben eingehoben.
Flughäfen sind von der Grundsteuer befreit
Sieht man sich die gewaltige flächenmäßige Ausdehnung des Flughafens Wien-Schwechat an, kann man ermessen, welchen Wettbewerbsvorteil der Verzicht auf die Grundsteuer darstellt.
Austro-Control ist umsatzsteuerbefreit
Die Flugaufsichtsbehörde Austro-Control muss keine Umsatzsteuer zahlen und gibt diesen "Rabatt" an die Fluglinien weiter. Flugverkehr ist vom Klimaschutz ausgenommen. Laut Kyoto-Protokoll ist für den internationalen Flugverkehr niemand zuständig. Im österreichischen Kyoto-Bericht werden nur die Treibhausgasemissionen von Inlandsflügen sowie der Starts und Landungen Österreich zugerechnet. Das Umweltbundesamt schätzt, dass die tatsächlich von Österreich verursachten CO2-Emissionen im Flugverkehr rund zehn Mal höher sind als offiziell angegeben. Fluglinien müssen auch keine Emissionszertifikate zukaufen.
Billigflieger bekommen Zuschüsse
Billgflieger wie Ryan Air werden dafür bezahlt, bestimmte Regionalflughäfen anzufliegen. Finanziert wird dies - direkt oder indirekt - von der Allgemeinheit. Die AUA erhielt eineinhalb Milliarden Euro Schulderlass aus Steuergeldern, damit sie besser verkaufbar war.
Subventionen für die Flugzeugindustrie
Die deutsch-französische Herstellerfirma Airbus kassiert für die Entwicklung neuer Flugzeugtypen milliardenschwere Subventionen an EU-Steuergeldern.
















