Kunden greifen gezielt zu Eigenmarken, da diese im Vergleich zu den etablierten Marken günstiger sind. Doch der Preis dafür ist oft ein großer Druck auf die Lieferanten, der im Extremfall zu Preisdumping und Ausbeutung der Menschen, die die Waren produzieren, führt. Die Supermärkte haben durch ihre hohen Umsatzzahlen eine große Marktmacht und fördern unfaire Handelsbedingungen.

Beispiele dafür sind:

  • einseitige Senkung der Preise ohne Absprache mit dem Zulieferer
  • rückwirkende Änderung der Vertragsbedingungen
  • übermäßige Verlagerung von Kosten und Risiken auf Lieferanten
  • unfaire Beendigung der Lieferbeziehung
  • kurzfristige Änderung der Bestellung
  • Drohung, die Handelsbeziehung zu beenden, wenn anspruchsvolle Anforderungen nicht erfüllt werden
  • Berechnung überhöhter Strafen, wenn Liefermengen nicht erfüllt werden

Diese Geschäftspraktiken sind nur wenigen bekannt. Deshalb wollen wir mit der Kampagne Supply Cha!nge etwas Licht ins Dunkel bringen und die KonsumentInnen über die bestehenden Probleme informieren. Denn wenn Eigenmarken fairer produziert würden, hätte das positive Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen und auf die Umwelt des globalen Südens.

Unser Ziel ist es:

  • die Arbeitsbedingungen im globalen Süden für die ArbeiterInnen zu verbessern
  • dass die Löhne so angepasst werden, dass die Menschen davon auch leben können
  • Einkaufspraktiken zu verbessern, damit sich die Arbeitsbedingungen entlang der Lieferketten verbessern können
  • Transparenz entlang der Lieferketten der Supermärkte zu schaffen
  • Unterstützung der ArbeiterInnen bei der Organisation und Solidarität mit den ArbeiterInnen entlang der Lieferketten
  • Verbesserung der Konsumgewohnheiten in Europa
  • Verbesserung der ökologischen Standards im globalen Süden
  • Verringerung der Umweltbelastung in der Produktion von Lebensmitteln
  • die Produktion von nachhaltigeren Lebensmitteln
  • die Auswirkungen der Lebensmittelproduktion in der Umwelt messen und offenlegen
  • dass auch Regierungen in den Produktions- und in den Konsumländern in diesen Prozess eingebunden werden

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