Bub mit Kalb

Hier finden Sie die wichtigsten Arbeitsschwerpunkte von 2017:

Jahresreport hier downloaden

Wir haben GlyphoSATT!

Glyphosataktion KanzleramtGlyphosat ist das meistgespritzte Pestizid der Welt. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Trotzdem wollte es die EU 2017 wieder zulassen. In ganz Europa flammte Protest gegen diesen Plan auf: GLOBAL 2000 war Mit-Initiatorin der Europäischen BürgerInneninitiative „Stop Glyphosat”. In weniger als fünf Monaten haben wir mehr als eine Million Unterschriften gesammelt, um Druck auf die EU-Mitgliedstaaten zu erzeugen, das Verbot von Glyphosat zu beschließen. Keine europäische BürgerInneninitiative hat bisher jemals in kürzerer Zeit mehr Unterstützung erfahren als unsere. Es war harte Arbeit: Gemeinsam mit tausenden Aktiven haben wir österreich- und EU-weit Unterschriften gesammelt. Allein am europaweiten Aktionstag gegen Glyphosat waren es mehr als 100.000 Unterschriften. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Anfang Oktober konnten wir einen weiteren Zwischenerfolg verzeichnen.
Der österreichische Nationalrat verpflichtete Umweltminister Andrä Rupprechter in Brüssel gegen die Wiederzulassung von Glyphosat zu stimmen. Letzten Endes war es der öffentliche Druck, der SPÖ, Grüne und FPÖ dazu bewegte, im Parlament das Glyphosat-Nein durchzusetzen. 

Im November kam dann jedoch der Dämpfer
Die EU-Mitgliedsstaaten verlängerten trotz allem die Glyphosat-Zulassung um weitere fünf Jahre, weil Deutschland in letzter Sekunde seine Position änderte. Doch wir lassen uns nicht entmutigen, wir ringen weiterhin für ein Verbot von Glyphosat in Österreich. In Frankreich, Deutschland und anderen Ländern gibt es ähnliche Initiativen. Umweltschutz braucht einen langen Atem – dank Ihrer großartigen Unterstützung können wir dran bleiben und uns weiterhin für eine Zukunft ohne Pestizide einsetzen. 

Mehr Details zum Thema finden Sie auf global2000.at/glyphosat

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Ein hartes Jahr fürs Klima

Klima Aktion Angelobung Regierung2017 war ein hartes Jahr fürs Klima: Donald Trump hat den Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzabkommen bekanntgegeben und weltweit ist die CO²-Konzentration auf ein neues Rekordhoch gestiegen. In Österreich ist die Regierung an einer Energie- und Klimastrategie für den Ausstieg aus fossiler Energie gescheitert und die CO²-Emissionen sind wieder deutlich angestiegen. 

Wir haben daran gearbeitet, den Grundstein für eine Trendwende in Richtung saubere Energiezukunft zu legen. Mit dem GLOBAL 2000-Wohnbaucheck haben wir erstmals die Anstrengungen der Bundesländer beim Klimaschutz unter die Lupe genommen und zeigen Verbesserungsmöglichkeiten in jedem einzelnen Bundesland auf. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen haben wir erfolgreich für bessere Bedingungen für den Ökostromausbau in Österreich gekämpft und eine Gesetzesänderung erwirkt. Hunderte Anlagen können jetzt in Betrieb gehen.

Umweltschutz wird nach den letzten Wahlen in Österreich nicht einfacher werden. Gemeinsam mit Ihnen werden wir jedoch weiterhin eine starke Stimme für den Klimaschutz bleiben. Es freut uns, dass wir dabei immer mehr Zuspruch bekommen. Zuletzt haben unseren Aufruf zu einem „Appell der Wirtschaft für Energiewende und Klimaschutz“ 256 Unternehmen mit insgesamt 275.000 Beschäftigten unterstützt. Diese und die Stimmen zahlreicher unserer UnterstützerInnen sind stark und müssen gehört werden. Dafür setzen wir uns ein.

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Ausgeflattert und -gesummt?

Tagpfauenauge Schmetterling auf Blume 2017 haben wir gemeinsam mit der Stiftung Blühendes Österreich (BÖ) den neuen Schmetterlingsreport „Ausgeflattert II” erstellt und erschütternde Fakten zum Schmetterlingssterben in Österreich ans Licht gebracht: Pestizide,Klimawandel und Bodenversiegelung setzen weltweit einer der gefährdetsten Tierarten zu.Die Schmetterlingsvielfalt ist ein wesentlicher Indikator für ein gesundes Ökosystem. Gemeinsam mit BÖ haben wir daher eine App entwickelt, um den Schmetterlingen eine Stimme zu verleihen. Tausende ÖsterreicherInnen haben uns im Interesse der Wissenschaft unterstützt und mithilfe unserer App „Schmetterlinge Österreich“ über 25.000 Schmetterlinge dokumentiert. Ihnen allen herzlichen Dank.

Auch den Bienen haben wir wieder eine starke Stimme verliehen und unser Projekt „Bienenfreundliche Gemeinden Österreichs“ um Niederösterreich erweitert. Die Gemeinde Trumau hat 2017 voll durchgestartet und sich zu weitreichendem Bienenschutz bereit erklärt. Vielen Dank allen TrumauerInnen!

Mehr Details zum Thema finden Sie unter global2000.at/schmetterlinge und unter global2000.at/bienen

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Keine weiteren AKWs in Europa!

Aktion Tschernobyl GedenktagFür dieses Ziel haben wir uns 2017 stark gemacht. Der Betreiber des slowakischen AKWs Mochovce entsorgt gigantische Mengen von radioaktiven Stoffen in den Fluss Hron. GLOBAL 2000 hat am nahe gelegenen Stausee eine massive Tritiumbelastung gemessen. Tritium ist einer der radioaktiven Giftstoffe, die Krebs verursachen und Mochovce ist nur 120 Kilometer von Österreich entfernt. Nun soll das AKW um die Blöcke 3 und 4 erweitert werden. Die Fertigstellung verzögert sich seit Jahren, die Kosten sind explodiert und zusätzlich fehlt ein Volldruck-Containment, das bei einem Störfall die Umwelt vor radioaktiver Verseuchung schützt.

GLOBAL 2000 klagt vor Gericht für die Offenlegung der technischen Dokumente des AKWs und fordert die Durchführung der versprochenen Umweltverträglichkeitsprüfung.

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Das 2.500ste Tschernobyl-Kind

2500stes Tschernobyl KindSeit 22 Jahren organisiert GLOBAL 2000 im Rahmen des Projekts Tschernobyl-Kinder dreiwöchige Sommererholungsaufenthalte für kranke und bedürftige Kinder aus der Ost-Ukraine, die von zahlreichen Gemeinden, Vereinen und Privatpersonen unterstützt werden. Heuer durften wir im Rahmen eines feierlichen Empfangs in der ukrainischen Botschaft bereits das 2.500ste Kind begrüßen.

Außerdem haben Ihre Spenden es uns ermöglicht, einen weiteren Hilfstransport mit einem Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen im Wert von 170.000 Euro zu organisieren. Darin enthalten waren 23 neue Trinkwasseranlagen, die nun weitere 25.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgen. 500 Kinder bekamen dringend benötigte Medikamente, 60 Buben und Mädchen erhielten spezielle Behandlungen und medizinische Hilfsmittel, weitere 200 dringend benötigte therapeutische Geräte. 100 Kinder durften sich über warme Winterkleidung freuen, ein Mädchen haben wir zu einer komplizierten Operation nach Österreich geholt und weiteren zehn Kindern vor Ort spezielle Operationen finanziert. Außerdem haben wir 130 blinden und sehbehinderten Kindern spezielle Hilfsmittel und pädagogische Materialien besorgt. Danke für Ihre Unterstützung!

Mehr Details zum Thema finden Sie auf global2000.at/tschernobylkinder

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Natur putzen mit NaturPutzern

Müllboot Alte DonauIm Frühjahr 2017 rief GLOBAL 2000 gemeinsam mit Gebirgsverein und Edelweiss, den beiden Großsektionen des Alpenvereins, das Projekt NaturPutzer ins Leben. Zum ersten Mal haben wir hier nachhaltigen Umweltschutz mit -forschung verknüpft und Bewusstseinsbildung rund ums „Wegwerfen“ betrieben. Zahlreiche NaturPutzerInnen haben aktiv am Projekt mitgearbeitet und damit unsere Umwelt geschützt. DANKE Ihnen allen!

Neben vielen tollen Aktionen wie dem erfolgreichen NaturPutzertag, unserem PlastikmüllBootbau-Workshop an der alten Donau und gut besuchten Müllsammelaktionen ist unsere NaturPutzer-App das Herzstück des Projekts. Unsere App-UserInnen können in der Natur gefundenen Müll eintragen und dokumentieren und für das Wegräumen Punkte sammeln. Die damit erstmals via Citizen Science erstellte Karte der wilden Müllkippen in Österreich steht UmweltschützerInnen und -ForscherInnen als Download zur Verfügung. 2018 werden wir unsere Mülleinträge vervielfältigen und damit eine gute Basis für unsere politische Arbeit zu Ressourcen und Müll in der Natur schaffen.

Nähere Infos zum Projekt finden Sie auf naturputzer.at

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Wo der Schuh drückt

Wasserprobe in IndienDer Schuhsektor ist ein wichtiger Teil der Modeindustrie. Im Gegensatz zum Textilbereich sind die Missstände in den Produktionsprozessen der Leder- und Schuhindustrie jedoch weitgehend unbekannt. Daher starteten wir vor drei Jahren unsere Change Your Shoes-Initiative, die sich für eine nachhaltige Schuhproduktion einsetzt. Wir haben die Arbeits- und Umweltbedingungen in der Leder- und Schuhproduktion in verschiedenen Ländern genau untersucht, in Indien, China, Indonesien und Europa Recherchen angestellt und Wasserund Bodenproben gezogen. Gemeinsam mit 17 Partnerorganisationen stehen wir im Dialog mit verschiedenen Schuhfirmen in ganz Europa und haben eine Petition zu mehr Transparenz in der Schuhindustrie ausgerufen. Außerdem haben wir 62 Lederschuhpaare aus ganz Europa auf Rückstände von hochgiftigem Chrom VI getestet und europäische Schuhlabels durchleuchtet. Unser Erfolg: Das Thema steht nun in ganz Europa auf der politischen Agenda. Damit ist eine wichtige Forderung bewusster KonsumentInnen auf den Weg gebracht, es bleibt aber weiterhin viel zu tun.

Change Your Shoes ist eine Initiative von 18 Menschenrechts-, Umwelt- und Arbeitsrechtsorganisationen. Die Kampagne wird von der EU gefördert.

Mehr Infos finden Sie unter global2000.at/schuhe

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2018 haben wir viel zu tun

Klima & Energie
In welche Klima-Zukunft gehen wir?Was Österreich braucht ist eine Strategie, die den Weg zum Ausstieg aus fossiler Energie bis spätestens 2050 festlegt, gute Rahmenbedingungen, um bis 2030 zu 100 Prozent auf Ökostrom umzusteigen, Maßnahmenpakete für thermisch-energetische Gebäudesanierung und ein Aktionspaket für saubere Mobilität. Wir brauchen diese Maßnahmen dringend, denn Österreich gehört zu jenen sieben EU-Ländern, die ihre 2020-Klimaziele verfehlen werden, wenn nicht nachgebessert wird. Handeln wir jetzt, dann kann Österreich ein Modell für die weltweite Umsetzung der Energiewende werden und zehntausende Arbeitsplätze schaffen. Dafür werden wir uns 2018 weiter einsetzen. Um den KonsumentInnen bei eigenen Klimamaßnahmen behilflich zu sein, planen wir auch unseren Stromanbietercheck neu aufzulegen.

Landwirtschaft und Pestizide
CC-BY-NC-ND Danny Perez Photography / flickr.com2018 werden wir uns dafür einsetzen, dass das EU-weite Zulassungssystem für Pestizide reformiert wird. Die Industrie darf die Studien für die Sicherheitsprüfung ihrer Produkte nicht mehr wie bisher an Prüfinstitute ihrer Wahl vergeben können, sondern Studien müssen durch unabhängige Behörden beauftragt werden. Und diese Studien dürfen dann auch nicht mehr geheim sein. Außerdem werden wir auch 2018 wieder daran arbeiten, dass bienenschädliche Neonicotinoide in Österreich und der EU weiterhin verboten bleiben. Und wir werden darauf achten, wie ernst es den neuen Regierungsparteien mit ihren Umwelt-Plänen ist. Das von Bundeskanzler Kurz angekündigte Aus für Glyphosat muss sich in Anwendungsverboten mit sofortiger Wirkung in öffentlichen Parks, auf Spielplätzen und in privaten Hausgärten niederschlagen. Für den Ausstieg aus Glyphosat in der Landwirtschaft braucht es rasch einen verbindlichen Zeitplan. Auch beim Einsatz gegen Gentechnik darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben, 2018 stehen wichtige Entscheidungen an. Wir bleiben für Sie dran!

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