AktivistInnen der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 veranstalteten am Samstag, 24. April 2010, fünf vor 12 Uhr einen Flashmob am Wiener Stephansplatz. Ziel: Die Bedrohung durch Atomkraft ins Bewusstsein aller EuropäerInnen zu rufen.

Das Ertönen einer Sirene ließ die AktivistInnen an Ort und Stelle zu Boden fallen, um die Unmittelbarkeit der Katastophe darzustellen. Anschließend wurden die Umrisse der „Opfer“ mit Kreide - wie bei einem Verbrechen - auf dem Pflaster festgehalten.

 

Aktionstag in ganz Europa

Mit der Aktion beteiligte sich GLOBAL 2000 am europweiten Anti-Atom-Tag. In Hamburg bildeten AktivistInnen eine Menschenkette zwischen den drei Hamburger Atomkraftwerken, in Biblis bei Frankfurt wurde der Uralt-Reaktor umzingelt.

Gedenken an Tschernobyl

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wieder ein schwerer Unfall durch technisches oder menschliches Versagen passiert — oder wieder ein Super-GAU wie 1986 in Tschernobyl“, sagt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. Vor 24 Jahren explodierte am 26. April bei einem fehlgeschlagenen Sicherheitstest Block 4 des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl — hunderttausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen, allein in Weißrussland und der Ukraine starben bis heute 140.000 Menschen an den Strahlenfolgen.

GLOBAL 2000 fordert deshalb...

...einen raschen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung und keinen neuen AKW.