(Wien, 8. November 2011) Nach einer zehn Jahre langen Diskussion müssen nun auch große australische Umweltverschmutzer einen Preis für ihre CO2-Emissionen zahlen. Bereits zu Beginn wird ein Preis von ca. 17 Euro pro Tonne CO2 festgelegt. "In Europa ist das Emissionshandelssystem dagegen kaum mehr funktionsfähig und muss dringend reformiert werden", kritisiert Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000. Konkret war in Europa geplant einen CO2-Preis von 30 Euro pro Tonne anzupeilen, derzeit kostet eine Tonne CO2 am Leipziger Spotmarkt aber nur noch 9,95 Euro (Stand 8. November 2011). "Das ist heuer ein absoluter Tiefpunkt, der zeigt, dass einfach zu viele Zertifikate ausgegeben werden. Industrie und E-Wirtschaft sitzen auf einem Berg von Überschusszertifikaten, im Emissionshandelssystem wird kaum noch gehandelt", erklärt Wahlmüller. Das Umweltbundesamt zeigte heuer in einer Studie "Ambitioniertere Klimaziele bis 2020", dass dieser "Puffer" dazu führen wird, dass die großen Verschmutzer in der EU in den nächsten zehn Jahren keinen Anreiz zur Reduktion von Treibhausgasen haben werden. "Das ist völlig inakzeptabel, Europa muss seine Klimaschutzinstrumente dringend nachschärfen", fordert Johannes Wahlmüller.

 

Kontakt: Simonne Baur, Tel: 0699 14 2000 23 Johannes Wahlmüller, Tel: 0699 14 2000 41 oder 01 812 57 30-41