Der Schmetterling gehört mittlerweile zu den am stärksten bedrohten Tierarten Österreichs. Schon 51,6% aller Tagfalter Österreichs gelten als gefährdet, 2% sind bereits ausgestorben. Diese Zahlen stellen lediglich Durchschnittswerte dar, die auch die Bestände in Schutzgebieten beinhalten. In der freien Natur ist die Gesamtsituation erheblich dramatischer - wer in Zukunft Schmetterlinge sehen will, muss sich in geschützte Gebiete oder schon sehr bald ins Museum begeben.

Mit dem Report „Ausgeflattert II in Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark und Wien– Der stille Tod der österreichischen Schmetterlinge“ setzen die Stiftung Blühendes Österreich und GLOBAL 2000 ein Ausrufezeichen zum dramatischen Zustand der heimischen Schmetterlinge. Der erste Report „Ausgeflattert I“ im Jahr 2016 war ein erster wichtiger Schritt um unsere Schmetterlinge und ihre bedrohliche Lage in den Fokus der Österreicherinnen und Österreicher zu rücken. Nur beständige Arbeit an diesem Thema kann helfen, den langsamen Tod dieser wunderbaren und nützlichen Geschöpfe aufzuhalten.

Besonders die Situation in Wien ist dramatisch: Obwohl die Artenvielfalt der Schmetterlinge im Raum Wien sogar diese von ganz Großbritannien oder Finnland übertrifft, gelten über 60% der Tagfalter als gefährdet. Genaueres zur Situation in Wien, aber auch zu Niederösterreich, Steiermark und Burgenland können Sie bei unserem Pressegespräch sowie in dem ebendort vorgestellten Report erfahren.

Pressegespräch zu "Ausgeflattert II in Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark und Wien - Der stille Tod der Schmetterlinge“
MO, 22.5. 2017, 10:00 Uhr
Café Michl's, Reichsratsstraße 11, 1010 Wien http://www.michls.at/

Am Podium:
Peter Huemer, Studienautor, Schmetterling-Experte, Fachbeirat der Stiftung Blühendes Österreich & Kustos der Naturwissenschaftlichen Sammlungen, Tiroler Landesmuseen
Leonore Gewessler, Politische Geschäftsführung GLOBAL 2000
Ronald Würflinger, Geschäftsführung Stiftung Blühendes Österreich