Die grüne Nr. 1 und GLOBAL 2000 starten gemeinsame Initiative für pestizidfreie Gärten

Mit einem Paukenschlag eröffnet bellaflora die Gartensaison 2013. In Kooperation mit GLOBAL 2000 stellt Österreichs Grüne Nummer 1 das Sortiment nachhaltig um: Sämtliche chemisch-synthetischen Pestizide und Herbizide wurden aus den Regalen genommen und durch natürlich-biologische Produkte ersetzt.

200.000 Tonnen Pflanzenschutzmittel werden EU-weit Jahr für Jahr in Umlauf gebracht. Allein in Österreich sind 250 Herbizide zugelassen, 218 davon sind als umweltgefährlich eingestuft. Viele dieser Produkte werden auch für den privaten Gebrauch angeboten. Seit einigen Jahren mehrt sich jedoch die Zahl der Studien, die auf die Gefährdung von Menschen und Umwelt durch diese Mittel hinweisen. Vor diesem Hintergrund stellt bellaflora als erstes österreichisches Unternehmen vollständig auf biologisch-nachhaltige Pflanzenschutzmittel um.

Isabella Hollerer (bellaflora) und Dominik Linhard (GLOBAL 2000)

Bei bellaflora nur noch biologischer Pflanzenschutz

„Als Österreichs Grüne Nummer 1 sind wir seit jeher Vorreiter in Fragen der Nachhaltigkeit. Wir beobachten die wissenschaftliche Entwicklung und sind uns deshalb des Gefahrenpotentials, das von Pestiziden ausgeht, bewusst“, erklärt Mag. Isabella Hollerer, Nachhaltigkeitsbeauftragte von bellaflora. „Aus unserer Sicht ist es wichtig, jetzt zu handeln. Ab sofort bieten wir keine chemisch-synthetischen Pestizide mehr an, sondern nur noch Produkte auf rein biologischer Basis.“ Diese Umstellung hat umfangreiche Vorbereitungen erfordert. In einem ersten Schritt wurde hausintern eine Art „Rote Liste“ erstellt, der zufolge einige Waren sofort aus den Regalen genommen wurden. Insgesamt hat bellaflora 50 Produkte ausgelistet. Für die meisten Pestizide führte bellaflora schon bisher biologische Alternativen. Nur für wenige Anwendungen mussten neue Produkte gesucht werden. Mit Beginn der Gartensaison 2013 ist die Umstellung abgeschlossen. Der Umstieg auf rein biologischen Pflanzenschutz ist der erste Schritt eines mehrjährigen Programms, bei dem bellaflora von GLOBAL 2000 inhaltlich begleitet und unterstützt wird. Die Experten der Umweltschutzorganisation sind mit der Analyse des Sortiments und der Wahl der neu aufzunehmenden Produkte betraut.

bellaflora setzt aus gutem Grund auf die Zusammenarbeit mit GLOBAL 2000. Österreichs führende Umweltschutzorganisation verfügt seit über zehn Jahren über tiefgehende Expertise im Bereich Pestizide. Mag. Dominik Linhard, Projektleiter beim PestizidReduktionsProgramm von GLOBAL 2000, ist erfreut: „Dass ein Unternehmen von sich aus auf uns zukommt und beim Umstieg auf biologisch-nachhaltige Pflanzenschutzmittel um Unterstützung fragt, freut uns sehr. bellaflora ist der größte Anbieter für den Privatgartenbereich – dass dieser nun komplett auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet, ist ein ganz starkes Zeichen für eine grüne Zukunft.“

Linhard führt aus: „Wenn Österreichs grüne Nummer 1 einen solchen Umstieg schafft, dann muss das ein Antrieb für die restlichen Anbieter im Kleingartenbereich sein. Nachhaltigkeit ist machbar. Doch nicht nur die Wirtschaft ist gefordert, auch die Politik: Das Lebensministerium muss zum Schutz unserer Böden und auch der Bevölkerung ein Verkaufsverbot für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel für die Privatanwendung andenken. Ein Umstieg ist machbar, und der Profit für die gesamte Umwelt wäre enorm.“

Der wirtschaftliche Faktor

„Der Umstieg auf rein biologische Pflanzenschutzprodukte ist für bellaflora auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung“, betont Geschäftsführer Mag. Alois Wichtl. „Die Auslistung vieler bekannter Produkte birgt schon ein gewisses Risikopotential. Es ist wichtig, dass wir unsere Kunden überzeugen und sie gemeinsam mit uns den Schritt zu verantwortungsvollem, nachhaltigem Gärtnern gehen.“

Sorgen macht er sich diesbezüglich nicht. Über den Kundenclub, der bereits 270.000 Mitglieder zählt, weiß er sehr genau, worauf die Gartenfreunde Wert legen. Biologisches Gärtnern gehört dazu. Mittelfristig erwartet er sich aus dieser Umstellung sogar einen deutlich spürbaren Kundenzuwachs. Wichtl: „Wer zu bellaflora kommt, kann sicher sein, ein naturnahes einwandfreies Produkt zu erhalten. Er braucht keine langen Inhaltsanalysen zu studieren oder Prüflabels zu suchen. Das macht die Kaufentscheidung viel einfacher.“

Darüber hinaus ist er sicher, dass viele Konsumenten diese Initiative grundsätzlich begrüßen und sich deshalb für bellaflora entscheiden – so wie das auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun. Die Wintersaison wurde für umfassende Schulungen und das Erarbeiten von Informationsmaterial genützt.

Für Hollerer geht es um die Ökologisierung des gesamten Unternehmens, und die muss gut fundiert sein. Man muss selbst tun, wovon man andere überzeugen will. Und deshalb verwendet bellaflora schon seit der Gartensaison 2012 an allen 25 Standorten in Österreich ausschließlich biologische Pflanzenschutzmittel.

Im Pflanzensortiment arbeitet bellaflora seit einigen Jahren verstärkt mit Lieferanten, die selbst auf Bio setzen. Durch die Aufnahme von Pflanzenraritäten ins Produktsortiment unterstützt bellaflora die Bemühungen von Arche Noah um den Erhalt der Sortenvielfalt. Gemeinsam mit der Wiener City Farm Schönbrunn bringt das Unternehmen mehr Grün in die Städte.

Private Pestizidlager

leeren Bei der Ausgestaltung des eigenen Produktsortiments hört verantwortungsvolles Handeln aber nicht auf, so Hollerer. Sie will darüber hinaus die privaten Haushalte bei der Umstellung unterstützen.

Österreichweit zählt die Statistik rund 3,6 Millionen Haushalte, rund 3 Millionen davon verfügen über eigenes Grün – einen Garten, einen Balkon oder eine Terrasse. „Wir müssen also davon ausgehen, dass in den Schubladen und Kellerregalen noch viele Restbestände verschiedenster Pestizide und Herbizide liegen“, betont Hollerer. „Deshalb starten wir eine Umtauschaktion. Jeder Kunde kann die alten chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel bei uns abgeben und wir übernehmen die fachgerechte Entsorgung. Gleichzeitig kann er alternative Bioprodukte vergünstigt erwerben.“

Drei Viertel der Haushalte ziehen eigenes Gemüse

Wie bedeutsam die Umstellung auf pestizidfreies Gärtnern ist, zeigen Befragungsergebnisse der AMA (RollAMA Motivanalyse 2009). Demnach ziehen 78 % der Haushalte mit Garten, Terrasse oder Balkon selbst verschiedenste Gemüse und Kräuter. In anderen Worten: Was im Garten wächst, landet unmittelbar auf den Tellern der Menschen. „Diese Zahlen belegen, dass die Umstellung auf biologisches Gärtnern für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen wirklich wichtig ist“, betont Hollerer.

 

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