GLOBAL 2000 empfiehlt umweltfreundliche Alternativen

Wien (30.11.2012) - Am 6. Dezember erwartet viele Kinder und Erwachsene eine Aufmerksamkeit "vom Nikolaus". Die traditionellen Nikolaussackerln beinhalten Nüsse, Mandarinen und Schokolade. GLOBAL 2000 zeigt auf, worauf man aus ökologischer Sicht achten sollte - ein biofaires Nikolaussackerl ist möglich! Walnüsse sind Standard im Nikolaussackerl. Kalifornien und Chile gehören zu den größten Produzenten. In riesigen Plantagen mit enormem Aufwand an Pestiziden werden die Nüsse produziert, im Lager gegen Schädlinge begast und gebleicht. Pestizidrückstände sind in den Kernen zwar kaum zu finden, aber die Umwelt leidet sehr unter dieser Massenproduktion. Leider gibt es nur sehr wenig Angebot aus Österreich und besonders Bio-Walnüsse sind nicht leicht zu finden. Kurt Stockinger, Mitarbeiter beim PestizidReduktionsProgramm von GLOBAL 2000, betont aber: "Sowohl in Österreichs Supermärkten als auch im Biohandel werden derzeit die verschiedensten Nusssorten in Bioqualität angeboten."

Auch die herrlich duftenden Mandarinen gehören selbstverständlich ins Nikolaussackerl. Konventionelle Mandarinen weisen allerdings immer Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Die Rückstände von Schalenbehandlungsmitteln wie Imazalil, die die Mandarinen vor Pilzen schützen, sind möglicherweise krebserregend. Das Insektenvernichtungsmittel Chlorpyriphos, das gegen Schildläuse eingesetzt wird, steht im Verdacht, bei pränataler Aufnahme neurologische Entwicklungsstörungen zu verursachen und die Wahrscheinlichkeit für das Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) zu erhöhen. GLOBAL 2000 empfiehlt daher insbesondere Kindern, die besonders empfindlich sind, nur Mandarinen aus biologischer Landwirtschaft anzubieten. Kurt Stockinger betont: "Beim Verzehr konventioneller Mandarinen ist darauf zu achten, dass man sich nach dem Schälen die Hände wäscht, weil sonst die Rückstände der Pflanzenschutzmittel über die Hände auf das Fruchtfleisch übertragen und mitgegessen werden. Außerdem sollten schalenbehandelte Früchte immer getrennt von anderen gelagert werden, um eine Kontamination auf andere Früchte zu vermeiden."

Auch bei der Schokolade gibt es biofaire Alternativen: "Mit dem Kauf von Fairtrade-Schokolade aus biologischem Kakaoanbau unterstützen Sie diesbezügliche Projekte und können gleichzeitig hochqualitative Schokolade genießen", erklärt Stockinger abschließend: "Mit solch einem biofairen Nikolaussackerl kann man sich auf die Weihnachtszeit einstellen, ohne Leid oder Umweltverschmutzung zu verursachen."