In Sichtweite der niederösterreichischen Grenze im Weinviertel steht eines der gefährlichsten Atomkraftwerke Europas: der bald 30 Jahre alte, schrottreife tschechische Sowjet-Reaktor Dukovany. Über eine Laufzeitverlängerung des Blocks 1, der weder einen Sicherheitsbehälter (Containment) noch eine ausreichende Kühlquelle verfügt, soll heuer entschieden werden.

Hier ist nun höchste Diplomatie gefragt: Denn Minister Rupprechter muss hier seinen tschechischen Kollegen von einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zum AKW überzeugen, die nach der ESPOO-Konvention rechtlich bindend ist. Dann müsste nämlich eine umfassende Liste der Sicherheitsrisiken und notwendigen Nachrüstmaßnahmen für den Weiterbetrieb definiert werden – und in Folge wird sich der Betreiber einen Weiterbetrieb nicht mehr leisten wollen. So ist dies schon in den USA beim Atomkraftwerk Crystal River passiert, oder zeichnet sich gerade in andren Ländern ab, z.B. in Japan.

Zur Unterstützung dieses Anliegens übergibt die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, im Beisein der Anti-Atom-Beauftragten der im Ernstfall unmittelbar betroffenen Bundesländer, eine Petition an BM Andrä Rupprechter: Rund 35.000 ÖsterreicherInnen haben diese Petition bei GLOBAL 2000 und der Energie- und Umweltagentur NÖ unterschrieben - denn ohne das Atomkraftwerk Dukovany an unserer Grenze wäre Österreich und ganz Europa ein ganzes Stück sicherer.

Zur Übergabe laden wir auch Sie sehr herzlich ein:

Wann:
Freitag, 20. Februar, 10.00 Uhr (mit der Bitte um Ihr Eintreffen um 9.45 Uhr)

Wo:
Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Stubenring 1, 1010 Wien

Ihre GesprächspartnerInnen vor Ort:
Andrä Rupprechter, Minister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Leonore Gewessler, Geschäftsführerin GLOBAL 2000
Peter Allen, Anti-Atom-Beauftragter Land NÖ
David Reinberger, Anti-Atom-Beauftragter Stadt Wien
Dalibor Strasky, Anti-Atom-Beauftragter Land OÖ

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!