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GLOBAL 2000 fordert Klimagerechtigkeit für die Welt

Wien (14. Oktober 2008). Die Auswirkungen des Klimawandels auf Österreich sind schwerwiegend. Für die Entwicklungsländer aber sind die Folgen katastrophal. Darauf verweist die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 anlässlich der Präsentation der Studienergebnisse des Projekts StartClim. Silva Herrman, Klimaschutzsprecherin von GLOBAL 2000: „Der Klimawandel wird jene Menschen besonders treffen, die ihn am wenigsten verursacht haben: die Bevölkerung in den Entwicklungsländern. Hier fehlt es an den Mitteln, um sich an den Klimawandel anzupassen. In einer komplex vernetzten Welt ist es aber nicht nur die ethische Verantwortung der Industriestaaten, endlich den Klimaschutz anzupacken. Es ist auch eine wirtschaftliche und soziale Notwendigkeit, denn Krisen in einer Weltregion wirken sich global aus. Die Augen zu verschließen ist keine Lösung. Wir brauchen Klimagerechtigkeit und nach dem Verursacherprinzip müssen die Industriestaaten endlich ihre Verantwortung im Klimaschutz wahrnehmen."

GLOBAL 2000 verweist außerdem auf neue Forschungsergebnisse, die zeigen, dass der Klimawandel schneller und drastischer verlaufen könnte als bisher angenommen. Darauf deuten mehrere Studien, die WissenschaftlerInnen des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, des Instituts für Weltwirtschaft Kiel und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie erstellt haben. Diesen Ergebnissen zufolge könnte es nahezu unmöglich sein, die globale Temperaturerhöhung unter 2 Grad zu halten. Damit würden sogenannte „Kipp-Punkte" des Klimasystems wahrscheinlicher, wie das Freiwerden von riesigen Mengen Methan aus Permafrostböden und dem Meer, und damit die Klimakatastrophe.

GLOBAL 2000: „Es ist kurzsichtig, auf kurzfristig positive Effekte des Klimawandels für Österreich zu hoffen. Denn eine genau definierte Erwärmung mit genau definierten Folgen wird es nicht geben. Schießen wir über die 2 Grad Marke bei der globalen Erwärmung hinaus, droht der Sturz ins Klima-Chaos. Es ist darüber hinaus menschenverachtend, denn schon heute sterben und leiden Menschen, vor allem in den Entwicklungsländern, unter den Folgen des von uns verursachten Klimawandels“, so Herrmann.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Klimaschutzsprecherin Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17