CO2-Reduktion lediglich Folge der Wirtschaftskrise - Treibhausgasreduktion ist Freibrief für kommende Verschmutzung - UmweltschützerInnen fordern Klimaschutzgesetz mit verbindlichen CO2-Einsparungen

 (Wien, 12. Januar 2011). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 bewertet das Ergebnis der heute präsentierten Treibhausgasbilanz von 2009 als ernüchternd: Obwohl die Wirtschaftskrise in diesem Jahr voll durchgeschlagen hat, ist Österreich weit vom Kyoto-Ziel entfernt. "Der Rückgang der österreichischen CO2-Emissionen, liegt im Wesentlichen am Einbruch der Industrie. Doch das ist kein nachhaltiger Klimaschutz", so Johannes Wahlmüller, Klima-Experte von GLOBAL 2000. Jedes Unternehmen habe Kontingente an Verschmutzungsrechten gratis zugeteilt bekommen. Nutzt es das Kontingent in einem Jahr nicht, kann es in den Folgejahren mehr emittieren. "Wenn die Wirtschaft wieder anläuft, werden die Verschmutzungsrechte auch wieder zum tragen kommen. In Bezug auf den Klimawandel macht es aber keinen großen Unterschied, ob der CO2-Ausstoß nur um ein oder zwei Jahre verschoben wird. Wollen wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels begrenzen, benötigen wir nachhaltige Reduktionen. In dieser Treibhausgasbilanz ist die CO2-Einsparung leider nur ein Freibrief für Verschmutzungen in den kommenden Jahren", so Wahlmüller.

Umweltminister Berlakovich spricht in einer Aussendung davon, dass die Treibhausgasbilanz keinen Anlass gäbe, sich auszuruhen. "Auch wir erwarten uns vom Minister Taten. Das lang angekündigte Klimaschutzgesetz mit verbindliche CO2-Einsparungen muss er nun endlich durchsetzen", so Wahlmüller abschließend. 

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