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Keine Steuergeschenke für Klimakiller Flugverkehr!

Wien (4. April 2008) Als „reine Augenauswischerei“ bezeichnet die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die heute von den Austrian Airlines vorgestellte Möglichkeit der freiwilligen CO2-Kompensation, für die sie von Umweltminister Pröll einen „Grünen Ball“ verliehen bekommt. Aus Protest gegen die Honorierung von Klimasündern zeigt die Umweltschutzorganisation der AUA die „Rote Karte“. „Die AUA bietet ihre billigen 99-Euro-Tickets für Flüge von Wien in neun deutsche Städte an, sowie auch nach Zürich und Innsbruck. Diese Destinationen können auch bequem mit dem Zug erreicht werden. Der Bahn wird aber durch die billig verschleuderten Flugtickets Konkurrenz gemacht. Das ist massive Klimazerstörung. Die AUA agiert also doppelzüngig, wenn sie einerseits vermeidbare Kurzstreckenflüge forciert und andererseits ihren Kunden die Möglichkeit zur freiwilligen Treibhausgas-Kompensation vorschlägt“, kritisiert Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

Dass Fluglinien wie die AUA die klimafreundliche Eisenbahn mit Billigangeboten ausstechen, liegt nicht zuletzt an den wettbewerbsverzerrenden Subventionen, die der Flugverkehr empfängt: Weder Kerosin noch internationale Flugtickets werden besteuert! Für die Bahn gibt es diese Steuergeschenke nicht. Trotzdem haben sich sowohl Finanz-, als auch Verkehrsministerium gegenüber GLOBAL 2000 gegen die Einführung einer Kerosinbesteuerung in Österreich ausgesprochen. „Der zuständige Umweltminister Pröll ist uns bislang eine Antwort zum Thema Kerosinbesteuerung schuldig geblieben. Auch die umstrittene 3. Startbahn in Schwechat ist für den Umweltminister kein Problem. Kein Wunder, dass Österreich im Klimaschutz eines der europäischen Schlusslichter ist“, so Högelsberger.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Dr. Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30 18