Umweltschutz-"ÄrztInnen" verteilen Jod-Tabletten und "Gebrauchsinformation" für Generalversammlung

(Wien, 7. Mai 2010). Bei der heutigen Generalversammlung der Raiffeisen Holding informieren als ÄrztInnen verkleidete AktivistInnen der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die TeilnehmerInnen über eine brisante Aktienbeteiligung:Raiffeisen/Uniqua halten 43,3 Prozent am Baukonzern STRABAG - und der baut sicherheitsrelevante Teile des slowakischen Schrottreaktors Mochovce 3/4. "Raiffeisen-Generaldirektor Hameseder kann in seiner Funktion als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der STRABAG dieses Wahnsinnsprojekt noch stoppen, indem er den Ausstieg aus dem Atom-Bauvertrag durchsetzt", sagt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000.

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Die STRABAG selbst war sich der Tragweite des Bauauftrags nicht bewusst und ging davon aus, dass es sich um unbedeutende Nebengebäude des AKW handelt. "Es sind u.a. die Turbinenhalle, in der die Turbinen und die Dieselgenerator-Station montiert werden - im Falle einer Störung dieser technischen Teile eines AKW ist es weltweit immer wieder zu schweren Störfällen gekommen. 2006 schrammte Europa nur knapp an einem GAU vorbei, als die Notstromgeneratoren versagten und erst in letzter Minute gestartet werden konnten", so Uhrig. Das sowjetische Reaktordesign des AKW Mochovce sieht kein Volldruck-Containment vor, ein Kühlmittelverluststörfall oder ein Terrorangriff bedeuten massive Freisetzung von Radioaktivität. "Für geringen Gewinn setzt der STRABAG-Bauauftrag die Sicherheit der Europäerinnen und Europäer aufs Spiel. Damit schädigt er nachhaltig das Ansehen österreichischer Unternehmen mit atomkritischer Vorbildwirkung - Generaldirektor Hameseder muss dies stoppen", fordert Uhrig.

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Rückfragehinweis:

GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, E-Mail: presse@global2000.at