Österreich muss Klimaschutz ernst nehmen und seinen Anteil an Erneuerbaren Energien ausweiten.

Wien (29. April 2009). Österreich ist eines der Mitgliedsstaaten innerhalb der Europäischen Union, welches wenig Fortschritte bei der Ausweitung des Anteils an Erneuerbaren Energien innerhalb der Elektrizitätproduktion vorweisen kann. Dieses schlechte Zeugnis für Österreich geht aus einem aktuellen Bericht der Europäischen Kommission hervor. Während das vorgegebene Ziel für 2010 78,1 Prozent an Erneuerbaren Energieträgern lautet, erreichte Österreich 2006 gerade mal 61,6%. „Erschreckend ist dabei nicht nur die große Lücke zum angestrebten Ziel, sondern vor allem das Fehlen jeglicher Schritte in die richtige Richtung“, so Manuel Graf, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000. Dabei sind die Probleme bekannt: Der Endstromverbrauch steigt weiter ungebremst an und mit der letzten Novelle des Ökostromgesetzes ist der Ausbau von Ökostrom zum Erliegen gekommen. Österreich braucht dringend eine Überarbeitung des Ökostromgesetzes nach Vorbild des deutschen EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz).

Sowohl im Energie- als auch im Klimabereich verpasst Österreich jegliche eigene, europäische und internationale Zielvorgabe. Das bietet wenig Optimismus für die diesjährige Ausarbeitung einer Energiestrategie, welche einen Anteil von 34% Erneuerbare Energien am Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2020 als verbindliches Ziel hat. „Der politische Wille, die großen ökonomischen und ökologischen Vorteile von Energieeinsparungen und Investitionen aus Erneuerbaren Energien abzuschöpfen, scheint nicht gerade groß zu sein. Das erstaunt doch sehr in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs und steigenden Kosten für Umweltschäden“, so Manuel Graf abschließend.

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher: Manuel Graf, Tel.: 0699/12 2000 41, E-Mail: manuel.graf@global2000.at