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Kein Bedarf für 3. Startbahn!

Wien (2. Juni 2008). Anlässlich des laufenden UVP-Verfahrens zur 3. Startbahn in Wien-Schwechat zeigt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 auf, dass der Großteil der derzeit angebotenen Flüge problemlos auf die Bahn umlagerbar ist. Von den wöchentlich 2.700 Flügen fliegen rund zwei Drittel Destinationen mit weniger als 900 Kilometer Entfernung an. „Das ist eine klassische Nachtzugdistanz wie beispielsweise Wien - Hamburg. Bei entsprechend attraktiven Alternativ-Angeboten wäre also ein Großteil der Flüge vermeidbar,“ sagt Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.
Auch mit sehr kurzen Flügen werden Klima- und Lärmbilanz stark belastet: Neun Prozent aller Flüge sind kürzer als 300 Kilometer, rund ein Viertel aller Flüge finden über Distanzen zwischen 300 und 600 Kilometer statt.

Trotz ausgedünnter Fahrpläne im internationalen Bahnverkehr gibt es bequeme Alternativen zum Flugverkehr „Mehr als die Hälfte aller Flüge – nämlich 54 Prozent - steuern Destinationen an, die auch mit Direktzügen von Wien aus erreichbar sind. „Da Fliegen rund 50 Mal klimaschädlicher als Bahnfahren ist, ist es ein Gebot der Stunde, die Notbremse beim Flughafenausbau zu ziehen. Es gibt keinen objektiven Bedarf für die 3. Start- und Landebahn in Schwechat,“ so Högelsberger. GLOBAL 2000 wird beim UVP-Verfahren Parteienstellung haben und sich gegen den Flughafenausbau einsetzen.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Verkehrsexperte: Dr. Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30 18
GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19 und Mag. Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at