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Österreich braucht glaubwürdige Antiatompolitik

Wien (11. Juni 2008). Die dramatisch steigenden Energiepreise und der fortschreitende Klimawandel geben der Atomlobby Rückenwind. Massiv wirbt die Atomindustrie für längere Laufzeiten alter und den Bau neuer Kernkraftwerke. Österreich ist von dieser Entwicklung direkt betroffen, so sollen das slowakische AKW Mochovce und der Pannenreaktor in Krsko ausgebaut werden.

Silva Herrmann, Antiatomsprecherin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000: „Das atomare Risiko für Österreich steigt. Einerseits altern die bestehenden Atomkraftwerke und werden immer störanfälliger. Andererseits sollen neue Reaktoren gebaut werden. Und wir wissen: auch bei den neuesten AKW-Modellen können sich schwere Reaktorkatastrophen ereignen!“

GLOBAL 2000 fordert daher die Bundesregierung zu einer glaubwürdigen Antiatompolitik im Sinne der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung auf. Dazu Silva Herrmann: „Österreichs Antiatompolitik muss wieder glaubwürdig werden. Statt Atomstromimporten müssen endlich Energiesparen und Energieeffizien zu den zentralen Säulen der österreichischen Energie- und Klimapolitik gemacht werden. Daneben brauchen wir eine ambitionierte Förderpolitik für erneuerbare Energien. Dann werden Stromimporte aus dreckigen bzw. gefährlichen Kohle- und Atomkraftwerke komplett überflüssig!“

- Denn die alten Probleme der Atomkraft bestehen weiter, ein Ausbau der Atomkraft gefährdet die weltweite Sicherheit massiv:

- Ein Unfall ist in jedem Atomkraft möglich, es gibt keine sicheren Atomkraftwerke.

- Es gibt keine Lösung für den Atommüll, eine sichere Lagerung über hunderttausende Jahre kann niemand garantieren.

- Mit der Verbreitung von Atomkraftwerken wird auch die Möglichkeit  der Herstellung von Atombomben massiv verbreitet.

- Der Brennstoff Uran steht nicht länger als Öl zur Verfügung.

- Wiederaufbereitung und die „schnelle Brüter“-Technologie zur längeren Nutzung der Uranvorräte haben sich als ökologische und wirtschaftliche Fehlschläge entpuppt.

- Atomkraft ist teuer und rechnet sich nur durch Abwälzen von Kosten auf die Steuerzahler bzw. zukünftige Generationen, sowie durch die Schutz- und Fördermechanismen des Euratom-Vertrages.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Klimasprecherin: DI Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17

GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19 und Mag. Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: pressse@global2000.at