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Soziale und ökologische Tarifstruktur für Gas und Strom muss folgen!

Wien (14. Oktober 2008). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt, dass E-Control-Chef Walter Boltz die Forderung nach einem Tempolimit von 110 km/h auf Autobahnen aufgreift. „Seit Jahren schlagen wir ein streng überwachtes Tempolimit von 80/110 vor, um einerseits Treibstoffverbrauch und CO2- Emissionen, andererseits aber auch Unfallrisiko und -schwere zu reduzieren. Wir fühlen uns durch die aktuelle Forderung der E-Control darin bestätigt,“ freut sich Heinz Högelsberger, Verkehrs- und Enerigereferent von GLOBAL 2000. „Diese Maßnahme ist rasch umsetzbar und führt nach unseren Berechnungen zu einer Ersparnis von 650 Millionen Liter Treibstoff und 1,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Die E-Control geht sogar von einem Minus von1,5 Milliarden Litern Sprit aus“, so Högelsberger weiter.

Im Lichte der angekündigten Tariferhöhungen für Gas, Strom und Fernwärme fordert GLOBAL 2000 von der E-Control eine Reform der Tarifstruktur. Die Tarifmodelle der Strom- und Gaswirtschaft führen – unter dem Deckmantel der Kostentransparenz – dazu, dass sparsame PrivatkundInnen für ihre Energie unverhältnismäßig mehr zahlen als Energieverschwender. So zahlt ein Kunde mit einem Jahresverbrauch von 500 kWh rund doppelt so viel pro Kilowattstunde als ein Kunde mit 5.000 kWh. Sparsamer Umgang mit Energie wird also finanziell bestraft, Verschwendung belohnt: „Wir schlagen vor, Messleistungen und diverse Grundgebühren auf die verbrauchten KWh aufzuteilen und eine Grundstufe einzuführen (z.B. 1.000 KWh pro Jahr); dasselbe aliquot auch bei Gas. Dadurch werden finanziell Schwächere, die mit Energie sorgsam umgehen müssen, finanziell entlastet und die Umwelt geschont“, so Högelsberger abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail.: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30 18