Das derzeit in Verhandlung befindliche EU-US-Freihandelsabkommen (TTIP) birgt zahlreiche Risiken, unter anderem Klagerechte für Investoren (ISDS) und die regulatorische Kooperation, die aus Sicht von GLOBAL 2000 große Gefahren für Demokratie, Umwelt- und KonsumentInnenschutz, aber auch für Sozial- und ArbeitnehmerInnen-Rechte mit sich bringen könnten. Fast 44.000 Menschen haben bereits die BürgerInnen-Initiative der Plattform „TTIP STOPPEN“, einem Bündnis von rund 25 österreichischen zivilgesellschaftlicher Organisationen, für mehr Transparenz, einen demokratischen Prozess, einen offenen Dialog und eine parlamentarische Enquete unterzeichnet. Auch für den Erhalt des Vorsorgeprinzips der EU, das vor Zulassung einer neuen Technologie eine umfassende Risikoanalyse erfordert (unter anderem bei Chemikalien oder gentechnisch veränderten Organismen), muss erhalten bleiben.

„Dass nun auch erstmalig ein Vorstoß von eine Handelskette wie REWE Group gemacht wird, zeigt, dass es nicht nur für zivilgesellschaftliche Organisationen ein Anliegen ist, die hohen europäischen Umwelt- und Qualitätsstandards aufrecht zu erhalten“, so Heidemarie Porstner, Agrarsprecherin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. „Der bisher intransparente und undemokratische Verhandlungsprozess muss in ein demokratisches und transparentes Verfahren umgewandelt werden. Die REWE Group Einladung zum Runden Tisch ist für uns ein wichtiger Schritt in diese Richtung."

Zum Email-Protest:
Jeder kann auch weiterhin die BürgerInneninitiative unterstützen – unter folgendem Link: https://www.global2000.at/ttip-verhandlungs-dokumente-offenlegen