Wien, am 5. Februar 2014 – Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt das Ergebnis der heutigen Abstimmung im EU-Parlament: “Die gewählten VertreterInnen Europas im EU-Parlament beweisen damit Weitsichtigkeit und Entschlossenheit, die drängenden Probleme unserer Zeit auch anzupacken. Jetzt ist es wichtig, dass auch die Regierungschefs der Nationalstaaten – auch der österreichische Bundeskanzler Faymann – auf Verbesserungen des Klimapakets drängen”, betont Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000. Konkret hat das EU-Parlament heute das zuvor von der EU-Kommission vorgelegte Klima- und Energiepaket bis 2030 als zu wenig ambitioniert abgelehnt und fordert unter anderem höhere Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energie und ein verbindliches Ziel für die Steigerung der Energieeffizienz. GLOBAL 2000 hatte das Paket der EU-Kommission zuvor ebenfalls abgelehnt: “Das Ziel einer Treibhaugasreduktion um 40 Prozent bis 2030 ist reichlich unambitioniert und könnte schon zehn Jahre zuvor erreicht werden”, sagt Johannes Wahlmüller. Dies zeigen zahlreiche Studien, unter anderem eine von Friends of the Earth selbst in Auftrag gegebene Studie mit dem Namen "40%".

Für GLOBAL 2000 ist ein ambitioniertes Klima- und Energiepaket aber nicht nur umweltpolitisch, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Europa gibt jährlich etwa 500 Mrd. Euro allein für Ölimporte aus, das entspricht einem mittleren Bankenrettungspaket pro Jahr. “Die EU-Parlamentarier haben mit der heutigen Abstimmung gezeigt, dass sie begriffen haben, dass Investitionen in Klimaschutz Arbeitsplätze schaffen und uns unabhängiger von fossilen Energieimporten machen”, so Wahlmüller.

Wichtig ist für GLOBAL 2000 weiters, dass auch verbindliche Effizienzziele in das Paket aufgenommen werden: “Wir wissen, dass wir europaweit die Energiewende ohne die Steigerung von Energieeffizienz nicht schaffen werden. Es braucht ein ambitioniertes Paket von mindestens 60 Prozent Treibhausgasreduktion, mindestens 45 Prozent erneuerbarer Energie und einer Steigerung der Energieeffizienz um 50 Prozent bis 2030, damit Europa wieder Vorreiter im Klimaschutz werden kann”, betont Wahlmüller abschließend.