Berlakovich schlägt sich im Klimaschutz auf die Seite der Versager und Drückeberger

(Wien, 13. Dezember 2011) - Wie in den Morgenstunden verlautbart wurde, steigt Kanada aus dem Kyoto-Protokoll aus - und drückt sich so um Strafzahlungen in der Höhe von umgerechnet über 10 Milliarden Euro. Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich scheint sich daran nun ein schlechtes Beispiel nehmen zu wollen. Nachdem Berlakovich im eigenen Land die Klimaschutzziele deutlich verfehlt, versucht er sich jetzt aus der Verantwortung zu stehlen und stellt die Strafzahlungen Österreichs - etwa eine Millarde Euro - in Frage.

Johannes Wahlmüller, Klimaexperte von GLOBAL 2000, ist entsetzt: "Minister Berlakovich predigt Wasser und trinkt Wein: Erst vor wenigen Tagen wurde in Durban eine Verlängerung des Protokolls sowie eine neue Vereinbarung zum Klimaschutz beschlossen - und jetzt will Berlakovich doch über die Strafzahlungen 'diskutieren'?" GLOBAL 2000 erwartet sich von einem Minister, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen, wie das alle ÖsterreicherInnen auch tun müssen. "Was kommt als nächstes: Ein Minister im Amt, der sein Strafmandat nicht bezahlt?"

Auch das Vorgehen Kanadas ist für Wahlmüller mehr als befremdlich: "Leider war es keine Überraschung, Kanada hatte es ja schon während der UN-Klimakonferenz in den vergangenen Wochen angedeutet - das heißt aber nur, dass es sich also um eine erwartete Katastrophe handelt. Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt und stiehlt sich aus der Verantwortung. Schon jetzt zahlen Entwicklungsländer mehr für den Klimaschutz als reiche Industrieländer - der Ausstieg Kanadas ist schlicht ein Schlag ins Gesicht der internationalen Staatengemeinschaft." Wahlmüller adressiert Minister Berlakovich: "Es kann nicht sein, dass Österreich sich nun gerade Kanada zum Vorbild nimmt. Dem ohnehin leider zu schwachen Kyoto-Protokoll jetzt auch noch die Zähne ziehen zu wollen, ist unverantwortlich und eines sogenannten Umweltministers definitiv nicht würdig."

 

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