PRESSEINFORMATION

GLOBAL 2000 präsentiert 5-Punkte-Aktionsplan gegen Atomkraft.

Wien (16. Mai 2007). Anlässlich der heutigen Debatte im Parlament über das Rechtsgutachten zum Melker Prozess, das AKW Temelin betreffend, fordert GLOBAL 2000: „BK Gusenbauer und BM Pröll dürfen die Köpfe nicht länger in den Sand stecken. Die nächsten Schritte für die Einbringung der Völkerrechtsklage müssen umgehend gesetzt werden. Das AKW Temelin stellt eine permanente Gefahr dar!“ Darüber hinaus fordert Silva Herrmann, Anti-Atom-Sprecherin von GLOBAL 2000: „Österreichs Anti-Atom-Politik muss wieder glaubwürdig werden. Dies war in den vergangenen Jahren nicht der Fall. So importiert Österreich mehr und mehr Atomstrom. Nur mit einer konsequenten Anti-Atom-Politik besteht aber die Chance, die drohenden neuen Atomkraftwerke wie den Ausbau des AKW Mochovce in der Slowakei zu verhindern. Die wichtige Lehre aus dem Fall Temelin lautet: Vorbeugen und den Bau von Atomkraftwerken verhindern, anstatt hinterher reparieren!“

GLOBAL 2000 hat deshalb einen 5-Punkte-Aktionsplan für die österreichische Bundesregierung entwickelt und fordert die rasche Umsetzung:
1)AKW Temelin: Die Bundesregierung muss die nächsten Schritte für die Völkerrechtsklage setzen.
2)AKW Mochovce: Protest gegen die Baupläne für das Hochrisiko-AKW Mochovce gegenüber der Slowakei und gegenüber der italienischen Regierung, denn die Reaktoren sollen von dem italienischen Energiekonzern ENEL errichtet werden, der sich zu einem Drittel in staatlicher Hand befindet.
3)AKW Belene: Österreichs Politiker müssen in Brüssel protestieren. Ein klares „Nein“ gegenüber der europäischen Kommission zur Vergabe eines EURATOM-Kredites für den Bau des AKW Belene
4)Kein Bau von Atomstromautobahnen von Ost- nach Westeuropa. Diese sind eine Einladung zum Bau neuer Atomkrafwerke
5)Ankündigung des Austritts Österreichs aus dem veralteten, undemokratischen und gefährlichen EURATOM-Vertrag.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000, Silva Herrmann 0699/14 2000 17, Lydia Matzka 0699/14 2000 26