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Selbst Autoclub läuft Sturm gegen Agrofuel-Beimischung




Wien (3. April 2008)
Anlässlich der Veröffentlichung durch den Deutschen Automobil-Club fordert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 von Bundesminister Pröll bei der Beimischung von Agrofuels auf die Bremse zu treten. Der deutsche Autoclub bezweifelt die Sinnhaftigkeit der Agrofuelpolitik. Zahlreiche Automodelle würden, laut ADAC, Erhebung durch die für 2010 vorgesehene erhöhte Beimischung in den Treibstoff geschädigt. „Sollten die Beimischungsziele in Österreich, wie der Minister es forciert hat, in Kraft treten, muss sogar der Autofahrer draufzahlen. Sehr viele Fahrzeuge vertragen den Sprit nicht und zusätzlich werden die letzten Urwälder gefährdet. Der Anbau von Pflanzen für den Tank übt unnötigen Druck auf die Lebensmittelproduktion und gefährdet die Versorgung", so Jens Karg, Agrarsprecher von GLOBAL 2000. „Wir haben von Anfang an betont, dass die Beimischungsverpflichtung der falsche Weg ist. Wir kritisieren nicht nur die Erhöhung, sondern generell die Beimischungsquote. Pflanzen im Tank sind eine verkehrte Verkehrs- und Umweltpolitik", so Karg

Nach Recherchen des ADAC für Deutschland vertragen mehr als drei Millionen Autos die geplante Erhöhung der Bioethanolquote im Benzin nicht. Agrofuels sind aggressiver als anderer Sprit. In der Folge können kraftstoffführende Leitungen korrodieren oder auch Gummi- und Kunststoffdichtungen beschädigt werden. Die Auto-BesitzerInnen könnten im Schadensfall die Dummen sein, denn die Freigabelisten der HerstellerInnen hält der ADAC für rechtlich wertlos. „Minister Pröll muss nun einen Kurswechsel einschlagen und vom Täuschungsmanöver Agrofuels zu einer ernsthaften Klimapolitik übergehen“, so die UmweltschützerInnen.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Agrar-Sprecher: Dipl. Pol. Jens Karg, 0699/14 2000 20

GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl 0699/14 2000 19, presse@global2000.at