Deutscher Energiekonzern RWE zieht sich aus Kraftwerksprojekt zurück

Wien (29. Oktober 2009). Der Energiekonzern RWE zieht sich aus dem umstrittenen Atomkraftwerksbau in Bulgarien zurück. Nur zehn Monate nach dem Einstieg in die Projektgesellschaft für das AKW Belene wurde gestern der Rückzug aus dem Milliardenprojekt angekündigt. "Die Atombaustelle liegt in einem Erdbeben-Gebiet. Belene ist damit definitiv ein nicht zu verantwortendes Risiko für Mensch und Umwelt. Wir hoffen, dass der Rückzug von RWE das Ende dieses Risioko-Reaktors bedeutet", so Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Die akuten Wirtschaftlichkeitsprobleme des KKW Belene hatte die bulgarische Regierung bereits im August klar benannt: Kostenexplosion. Laut dem Energieminister Traikov würde Belene mit 2000 MW nicht vier sondern eher zehn Milliarden Euro kosten. "Erfolgreiche Kampagnen von GLOBAL 2000 und anderen Umweltorganisationen, sowie die Probleme, mit denen jedes AKW-Projekt kämpft, haben dazu geführt, dass das KKW Belene in Bulgarien jetzt vor dem Aus steht", so Karg.

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Mail: presse@global2000.at