Wien, 19. Juni 2013: Am gestrigen Dienstag demonstrierten AktivistInnen von GLOBAL 2000 für ökologisch korrekt und fair produzierte Mode. Unter dem Motto "lieber nackt als niederträchtig" gingen etwa 25 Jugendliche über die Wiener Kärntner Straße - und das fast nackt.

"Die konventionelle Textilproduktion frisst Ressourcen, der Baumwollanbau ist unglaublich wasser- und pestizidintensiv. Doch leider dreht die Spirale sich immer schneller: Immer mehr Kleidung wird produziert, und so werden immer mehr Böden weltweit durch den massiven Einsatz von Pflanzenschutz- und Unkrautvernichtungsmitteln komplett überdüngt und verlieren ihre Fruchtbarkeit. Menschen in afrikanischen Ländern werden ihres Bodens beraubt, sich selbst Nahrung anzubauen, da aus Exportgründen der Anbauschwerpunkt auf Baumwolle liegt - und all das, damit wir in Europa uns alle paar Wochen neue Kleidung zu Niedrigstpreisen kaufen können", sagt Stella Haller, Koordinatorin des Projekts REdUSE (www.reduse.org) bei GLOBAL 2000.

GLOBAL 2000 wurde begleitet von AktivistInnen der Clean Clothes Kampagne. Diese wiesen auf die schlechten Sicherheitsbedingungen auf den Arbeitsplätzen der NäherInnen hin - erst kürzlich ist in Bangladesh ein Fabriksgebäude eingestürzt und begrub über 1100 Menschen unter sich. Michaela Königshofer von der Clean Clothes Kampagne erklärt: "Menschen, die 60 Stunden oder mehr in der Woche arbeiten, sollten mit ihrem Lohn in der Lage sein sich und ihren Familien ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Für Millionen von Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie trifft das nicht zu. Sie leben in Armut – trotz langer Arbeitzeiten und harter Bedingungen."

GLOBAL 2000 ist auch Mitveranstalter der WearFair & mehr, der Messe für Mode & Lifestyle - ökologisch, fair und nachhaltig! Österreichs größte Nachhaltigkeitsmesse findet von 27.-29. September 2013 in der Linzer Tabakfabrik statt.

Fotos der Aktion auf http://www.flickr.com/photos/global2000