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Gentech-Futter oder ökologische Bio-Qualität: Woran erkennt man das gute Osterei?

 

Wien (19. März 2008) An den Osterfeiertagen werden heuer voraussichtlich bis zu 50 Millionen Eier in Österreich konsumiert. Doch nicht alle Eier sind gut für Gesundheit und Umwelt: Zur Produktion können versteckt Gentech-Pflanzen eingesetzt werden, obwohl die österreichischen KonsumentInnen genmanipulierte Lebensmittel ablehnen. Über 80 Prozent der weltweit angebauten Gentech-Pflanzen, vor allem Soja, wandern in die Futtertröge - auch in die von Hühnern. „Achten Sie auf die Zahlen-Buchstabenkombination auf dem Ei. Die Ziffer „0“ am Anfang steht für Eier aus ökologischer Haltung. Nur bei diesen Eiern wird das Futter für die Hühner garantiert ohne Pestizide, chemisch-synthetische Dünger und ohne Gentechnik hergestellt“, empfiehlt Jens Karg, Gentechniksprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Seit dem 01.07.2005 müssen alle unverarbeitet in den Handel gebrachten Eier, also auch lose Ware von Direktvermarktern, mit einem Stempel auf der Eierschale versehen sein. Dieser Stempel gibt Informationen über die Art der Herstellung. Die an erster Stelle stehende Ziffer kennzeichnet die Haltungsform. Die „3“ steht für Käfighaltung. Käfighaltung bedeutet, dass den Legehennen ein minimaler Käfigraum von etwa einem DIN A4-Blatt pro Tier zugestanden wird. Aus Tierschutzsicht wird die Käfighaltung seit Jahren scharf kritisiert. In österreichischen Supermärkten findet man so gut wie keine Käfigeier mehr.

Die Ziffer „2“ steht für Bodenhaltung. Ähnlich wie die Käfighaltung kann auch die Bodenhaltung nicht als artgerecht bezeichnet werden, da die vorgeschriebene Fläche pro Huhn lediglich doppelt so groß ist wie bei der Käfighaltung, das bedeutet, neun Hennen pro Quadratmeter in riesigen Hallen. Für diese Eier ist der Einsatz von Gentech-Futtermitteln erlaubt. Die Zahl „1“ steht für Freilandhaltung der Hühner. Bei der Freilandhaltung steht den Hühnern tagsüber ein Auslauf von mindestens vier Quadratmetern pro Tier zur Verfügung. Bei den Futtermitteln für diese Hühner darf Gentechnik zum Einsatz kommen.

Das darauf folgende Länderkennzeichen informiert über das Herkunftsland des Eies. Steht dort z.B. ein „AT“, so handelt es sich um ein österreichisches Produkt. Die folgenden Nummern dienen der Identifizierung des Betriebes und somit der Rückverfolgbarkeit der Eier bis in den Legehennenstall. „Wenn uns auch an Ostern die Gentechnik auf dem Teller nicht einerlei ist, bleiben als Alternative nur Bio-Produkte oder Produkte mit dem Gütesiegel der ARGE Gentechnikfrei für unbedenklichen Genuss und diese am besten aus der Region“, so Karg abschließend.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Gentechnik-Sprecher: Jens Karg, 0699/14 2000 20

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl 0699/14 2000 19, presse@global2000.at