Ausbreitungsrechnung für die radioaktive Wolke durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik:

http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&artikel=ZAMG_2011-03-12GMT12:19

 

 

AKW Fukushima Daiichi in der Provinz Sendai von schwerem Erdbeben getroffen - Kühlsysteme ausgefallen

(11. März 2011) Japan erzeugt mit 54 Atomreaktoren an 17 AKW-Standorten 30 Prozent des Strombedarfs. "Japan wähnt sich mit Atomenergie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Ein schwerer Fehler, wie das heutige Erdbeben und der nachfolgende Tsunami gezeigt haben", so Dr. Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. Die Präfektur Fukushima an der nordostjapanischen Küste wurden heute schwer von der Naturkatastrophe getroffen. "Das Erdbeben- und Vulkanismus gefährdete Japan wird immer wieder von Erdstößen erschüttert, in einer solchen Region die Hochrisikotechnologie Atomkraft einzusetzen grenzt an bewusstem Wahnsinn", kommentiert Uhrig die Vorfälle. Die sechs Siedewasserreaktoren im AKW Fukushima Daiichi sowie die vier Siedewasserreaktoren in Fukushima Daini liegen alle mitten in der betroffenen Region. Heute um 10:10 Uhr wurde ein "abnormaler Zustand" in den AKWs gemeldet, um 10:23 Uhr eine Sondereinheit für atomare Notfälle in Gang gesetzt, um 10:24 Uhr fiel schließlich das Kühlsystem im AKW Fukushima Daiichi aus. Im einem der drei AKW Onagawa ist ein Brand ausgebrochen. "Die Katastrophe in Japan zeigt knapp vor dem 25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl wieder, wie hochriskant die Technologie Atomkraft ist - eine Naturkatastrophe kann jederzeit zur Verseuchung der Region auf viele Generationen hinaus führen, wie im Fall von Tschernobyl für 240.000 Jahre", so Uhrig abschließend.

 

Kontakt: Simonne Baur, Tel: 0699 14 2000 23, Dr. Reinhard Uhrig, Tel: 0699 14 2000 18 mailto: presse@global2000.at