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Jetzt Musterstellungnahme gegen das Risikoprojekt auf www.global2000.at unterstützen!

Wien (5. März 2008). Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 erhebt Einspruch gegen die geplante Leistungserhöhung für die zwei bestehenden Reaktoren des AKW Mochovce. Alle ÖsterreicherInnen sind aufgerufen, ebenfalls gegen das Risikoprojekt Einspruch zu erheben. Noch bis 18. März bietet GLOBAL 2000 die Musterstellungnahme zum direkten Versand auf der Website www.global2000.at an. „Jede kritische Stimme ist wichtig. Die Pläne für Leistungserhöhung und Ausbau am Standort Mochovce sind unverantwortlich und erhöhen das atomare Risiko für die Bevölkerung in der Region dramatisch", so GLOBAL 2000-Antiatom-Sprecherin Silva Herrmann.

Am Standort Mochovce, nur rund 180 km von Wien entfernt, laufen seit dem Jahr 2000 zwei Reaktoren. Die Nettoleistung beträgt jeweils 440 MW. Nun soll die Leistung erhöht werden, indem die Sicherheitsreserven der Blöcke vollständig ausgeschöpft werden. Das atomare Risiko bei einem Unfall erhöht sich damit deutlich.

Die slowakische Regierung und der slowakisch-italienische Energiekonzern ENEL/SE planen darüber hinaus, zwei weitere Reaktoren in Mochovce in Betrieb zu nehmen. Dabei handelt es sich um ein äußerst riskantes Vorhaben. Trotzdem soll es dazu keine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) geben. „Es ist an der österreichischen Bundesregierung, die UVP zum Ausbau des AKW Mochovce bei der Slowakei einzufordern“, betont Herrmann. GLOBAL 2000 fordert Umweltminister Pröll und Bundeskanzler Gusenbauer auf, im Namen Österreichs Einspruch gegen die Pläne der Slowakei einzulegen, und die verfügbaren rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Anti-Atom-Sprecherin: DI Silva Herrmann, 0699/14 2000 17
GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl 0699/14 2000 19, Mag. Lydia Matzka-Saboi 0699/14 2000 26, presse@global2000.at