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Gusenbauer und Pröll müssen sich konsequent für eine grenzübergreifende UVP stark machen.

Wien (6. März 2008). „Die österreichische Bevölkerung lehnt Atomkraft vehement ab und dennoch will die Erste Bank nur 150 Kilometer von Wien entfernt eines der unsichersten Atomkraftwerke Europas finanzieren und ausbauen“, unterstützt Anti-Atom-Sprecherin Silva Herrmann von der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 den heutigen Greenpeace-Protest. Die slowakische Regierung treibt den Ausbau der Reaktorblöcke 3 und 4 mit Hochdruck voran. Nicht nur die Erste Bank ist gefordert von der Finanzierung auszusteigen, auch die österreichische Bundesregierung muss konsequent Maßnahmen gegen den drohenden Ausbau von Mochovce setzen, denn sonst steht die österreichische Bevölkerung bald vor vollendeten Tatsachen. „Wir rufen Bundeskanzler Gusenbauer und Minister Pröll auf, gegenüber der Slowakei auf eine grenzüberschreitende UVP für Österreich zu bestehen“, so Silva Herrmann.

Bei Mochovce 3 und 4 handelt es sich um ein Atomkraftwerk, das basierend auf Sicherheitsstandards von 1974 in der Sowjetunion geplant wurde und auch nach den geplanten Verbesserungen ohne ein Containment, d.h. ohne Sicherheitshülle, ab ca. 2015 laufen würde. Die slowakische Regierung setzt auch demokratiepolitisch historische Akzente: Für die geplante Fertigstellung von Mochovce wird eine Baugenehmigung von 1986 verwendet, es gibt keine Umweltverträglichkeitsprüfung in der Slowakei selbst und auch keine grenzüberschreitende UVP mit Nachbarländern wie etwa Österreich.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Anti-Atom Sprecherin: Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17