Wien, 9.10.2013: Das EU-Parlament hat sich wie heute für eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung bei Schiefergasprojekten ausgesprochen und ist damit einer Anforderung nachgekommen, die schon lange von Umweltschutzorganisationen erhoben wurde. GLOBAL 2000 – Klima- und Energiesprecher Johannes Wahlmüller erklärt: „Das EU-Parlament hat damit einen Rechtsrahmen geschaffen, der verhindern kann, dass Schiefergas ähnliche negative Effekte wie in den USA haben wird“, sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.

Auch in der Explorationsphase müssen sich Schiefergasprojeke nun ähnlich wie konventionelle fossile Projekte einer Überprüfung stellen. Studien müssen erstellt werden und die lokale Bevölkerung eingebunden werden. Allerdings sind einige Aktivitäten wie seismische Tests und der Bau der Infrastruktur noch von der UVP-Pflicht ausgenommen. „In dem Bereich sind sicher noch Verbesserungen notwendig, bei den Verhandlungen mit dem Rat soll eine umfangreichere Umweltverträglichkeitsprüfung für Probebohrungen jetzt noch erreicht werden, damit alle Aktivitäten, die die Umwelt potentiell beeinträchtigen können, auch aufgenommen werden", betont Wahlmüller.

Aus Sicht von GLOBAL 2000 sollte Europa statt der Förderung von Schiefergas die Weichen für den Weg zu einem nachhaltigen Energiesystem legen: „Schiefergas ist nicht nur umweltschädlich, sondern in Europa auch unwirtschaftlich. Der einzig nachhaltige Weg in die Energiezukunft führt über erneuerbare Energie und Energieeffizienz“, sagt Wahlmüller.