UmweltschützerInnen fordern von Finanzministerinnen Taten statt Sonntagsreden

Wien (20. Oktober 2009). Anlässlich des heute startenden Treffen der EU Finanz- und HaushaltsministerInnen aller EU-Staaten fordert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 den Kampf gegen den verheerenden Klimawandel auch ökonomisch aufzunehmen. „Die Minister müssen endlich die schönen Sonntagsansprachen zum Klimaschutz in tatsächliche Verpflichtungen umwandeln. Eine weiter Verzögerung können sich die Welt und die Menschen nicht leisten“, so Manuel Graf, Klimaschutzsprecher von GLOBAL 2000.

Damit die globale Temperatur nicht stärker als 2°C ansteigt, sind Klimaschutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern essentiell. Bereits jetzt verursachen die Auswirkungen des Klimawandels hohe Kosten. Die ärmsten Länder sind von den Veränderungen am stärksten betroffen. Die Verantwortung für die Finanzierung dieser so genannten Reduktions- und Anpassungs-Maßnahmen sehen die UmweltschützerInnen bei den Industriestaaten. Deren Wohlstand wurde durch die Nutzung von fossile Ressourcen aufgebaut, worin die wesentliche Ursache für den Klimawandel liegt. Nach Berechnungen von GLOBAL 2000 müssen die Industrienationen bis zum Jahr 2020 auf eine jährliche Unterstützung der sogenannten Entwicklungsländer in Höhe von mindestens 110 Milliarden Euro kommen. Die UmweltschützerInnen fordern, dass die EU hierfür einen Kostenanteil von mindestens 35 Milliarden Euro übernimmt.

„In dieser Woche wird sich zeigen, ob die EU und ihre Mitgliedstaaten bereit sind, den Kampf gegen den Klimawandel aufzunehmen. Wenn wir es nicht schaffen, die Erderwärmung unter 2°C zu halten, haben wir unkalkulierbare Risiken für das Zusammenleben auf unserem Planeten zu verantworten“, so Graf. „Wir müssen uns unserer historischen Verantwortung als Verursacher der Klimakrise stellen“. 

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: presse@global2000.at