Thermische Sanierung ist Klimamaßnahme ersten Ranges - Regierung darf sanierungswillige ÖsterreicherInnen nicht im Regen stehen lassen 

(Wien, 15. Februar 2010) - Der heute anlässlich einer Pressekonferenz der Wirtschaftskammer präsentierte Bericht über den Sanierungscheck 2009 bestätigt die von der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 seit langem gestellte Forderung nach Direktförderung der thermischen Gebäudesanierung. "Im Gebäudebereich wird unnötig Energie verschwendet und massiv CO2 produziert. Direktförderungen wie der Sanierungsscheck sind der wirksamste und effizienteste Weg diesen Missstand zu beseitigen. Finanzminister Josef Pröll muss jetzt den Klimaschutz mit Direktförderungen weiter ermöglichen und den sanierungswilligen ÖsterreicherInnen zur Seite stehen," so Manuel Graf, Klimasprecher von GLOBAL 2000.

Entscheidend für die Weiterführung der Förderung von thermischen Sanierungen ist deren Ausgestaltung, denn nur umfassende und vor allem neue Sanierungsvorhaben bringen Österreich auf den Klimaschutzpfad. Um so genannte Mitnahmeeffekte zu verhindern (die Förderung sowieso getätigter Sanierungen) ist eine langfristige Ausrichtung mit ausreichenden Mitteln notwendig. "Die jährlich stattfindenden Diskussionen über die Weiterführung von Sanierungsförderungen stehen einer durchdachten Klimapolitik entgegen. Die HausbesitzerInnen brauchen Planungssicherheit, damit sie eine umfassende Sanierung in Angriff nehmen", so Graf. Die Förderung muss auf mindestens zehn Jahre ausgerichtet und mit mindestens 300 Millionen Euro jährlich ausgestattet sein."Um die langfristigen Reduktionsziele bei den Treibhausgasen wirklich zu erreichen, sollten die Sanierungen mindestens zu Passivhaus-Standard führen. Entsprechend müssen ambitionierte Sanierungen auch mit deutlich höheren Beträgen unterstützt werden", so Graf abschließend.

 

Rückfragehinweis: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, E-Mail: presse@global2000.at