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Klimaschutz ist wichtiger als defizitäre Expansionspläne.

Wien (7. Mai 2008). Anlässlich der heutigen Hauptversammlung und der finanziellen Turbulenzen der AUA fordert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 eine Redimensionierung der heimischen Fluglinie. „Österreich ist ein kleines Land. Alle Großstädte Österreichs und in der Umgebung – wie beispielsweise Budapest, Prag oder München - sind bequem mit der Bahn zu erreichen. Wozu leistet man sich also mit der AUA eine völlig überdimensionierte Fluglinie, die trotz zahlreicher Steuergeschenke in die roten Zahlen fliegt? Im Zeichen des Klimaschutzes muss der Flugverkehr ohnehin schrumpfen. Die AUA kann mit gutem Beispiel vorangehen, anstatt mit Billigangeboten der ÖBB Konkurrenz zu machen,“ so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

GLOBAL 2000 verweist darauf, dass Fliegen rund 50 Mal klimaschädlicher als Bahnfahren ist. Durch eine Schrumpfung der AUA würde für den Flughafen Wien seine „Hub“-Funktion nach Osteuropa an Bedeutung verlieren. Der Bau der umstrittenen 3. Landebahn wäre dadurch unnötig, was eine immense Erleichterung für die ohnehin schon lärmgeplagte Bevölkerung Ostösterreichs wäre. Fadenscheinig sei auch die Argumentation mit verlorenen Arbeitsplätzen. „Bei den klimafreundlichen ÖBB ist es erklärtes Ziel von Politik und Management, möglichst viele Arbeitsplätze wegzusparen. Beim Klimakiller Flugverkehr wird dies zum Problem hochstilisiert. Finanzminister Molterer kann - als Vertreter des Hauptaktionärs der AUA – beweisen, ob Klimaschutz für ihn tatsächlich eine Bedeutung hat“, so Högelsberger abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehrsreferent Dr. Heinz Högelsberger, 01/812 57 30/18