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Autobahnbau-Moratorium und Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte bei Luftschadstoffen könnten 1,5 Millionen Tonnen CO2-Reduktion bringen

Wien (3. März 2008). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt die heute vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) vorgeschlagenen Klimaschutzmaßnahmen. „Im Verkehrssektor liegen die größten Einsparungspotenziale. Bis jetzt hat die Politik aber geschlafen. Wer Klimaschutz Ernst nimmt, muss beim Verkehr ansetzen“, konstatiert Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

Zusätzlich zu den vom VCÖ präsentierten Maßnahmen, schlägt GLOBAL 2000 zwei weitere Initiativen vor, die einerseits das Klima schonen als auch positive Auswirkungen auf Gesundheit und Finanzen haben. Zum einen fordert GLOBAL 2000 ein Moratorium für den Bau von Autobahnen und Schnellstraßen. „Österreich hat jetzt schon eines der dichtesten Autobahnnetze in der EU. Jeder weitere Autobahnkilometer führt zu zusätzlichem Verkehr und Treibhausgas-Emissionen. Ein zehnjähriges Moratorium würde in Summe zu einer Ersparnis von rund 700.000 Tonnen CO2 pro Jahr führen. Und den BürgerInnen würden Baukosten von rund 700 Millionen Euro jährlich erspart bleiben“, so Högelsberger.

Eine weitere Maßnahme ist die strikte Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte für die Belastung durch Feinstaub, Ozon und Stickoxide. „Dies würde Verkehrsbeschränkungen notwendig machen, die wiederum die Treibhaus-Emissionen reduzieren. Nach einer groben Abschätzung läge auch diese Maßnahme im Bereich von ca. 700.000 Tonnen pro Jahr“, so Högelsberger. Zusammenfassend hätten beide Maßnahmen eine Klimaschutzwirkung von eineinhalb Millionen Tonnen CO2 pro Jahr und würden der Gesundheit und den Geldbörsen der österreichischen BrügerInnen zugute kommen.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30 18
GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel. 0699/14 2000 19, Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: pressse@global2000.at