PRESSEINFORMATION

Für klimaverträglichere Geschäftspolitik der AUA ist Beibehaltung eines Staatsanteils notwendig



Wien (4. August 2008) Anlässlich des morgigen AUA-Krisengespräches von ÖIAG und Regierungsparteien fordert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 im Sinne des Klimaschutzes eine Redimensionierung der AUA und einen Rückzug aus der Kurzstrecke. „Es ist ein Unding auf Kosten der SteuerzahlerInnen und der Umwelt, dass die teilstaatliche Fluglinie auf Kurzstreckendistanzen der staatlichen und klimafreundlichen ÖBB Konkurrenz macht. Daher sollte der Streckenplan der AUA radikal geändert und eingeschränkt werden. Damit solche umwelt- und verkehrspolitischen Vorgaben erfüllt werden können, muss aber die AUA im Teilbesitz des Staates bleiben,“ fordert Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000 . Da Fliegen rund 50 Mal klimaschädlicher als Bahnfahren ist, sollten Kurzstreckenflüge zunehmend auf die Bahn umgelagert werden. Dem steht die derzeitige Geschäftpolitik der AUA diametral entgegen, wie die aktuellen Sonderangebote beispielsweise nach München, Berlin, Nürnberg, Stuttgart oder Venedig zeigen. Alleine die Tatsache, dass auf Kerosin keine Mineralölsteuer eingehoben wird, ergibt eine Subventionierung der AUA von einer Viertelmillarde Euro pro Jahr. Bezahlt wird dieses Geschenk von alle österreichischen SteuerzahlerInnen, die in der Mehrheit Nichtflieger sind. Eine Schrumpfung der AUA würde auch den Bau der 3. Startbahn in Wien-Schwechat obsolet machen. Das UVP-Verfahren zu diesem Klimakiller-Projekt läuft gerade.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Verkehrsexperte: Dr. Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30 18