GLOBAL 2000 begrüßt den heute bekanntgemachten Schritt der OMV, aus der Finanzierung der Initiative "Heizen mit Öl" auszusteigen, sieht aber eine Beschleunigung als notwendig an: "Dass die OMV aus der Initiative "Heizen mit Öl" aussteigen wird, sehen wir als einen sinnvollen Schritt an, aber das muss schneller gehen. Die Geldflüsse an die Initiative sollen sofort gestoppt werden und nicht erst Ende 2019, wie bekannt gegeben wurde. Wir müssen sicherzustellen, dass nicht noch ein weiteres Jahr Förderungen für das klimaschädlichste Heizsystem ausbezahlt werden, das derzeit am Markt ist. Stattdessen braucht es attraktive Förderungen für klimafreundliche Heizssteme, damit die BürgerInnen auch wirklich sauber und leistbar heizen können. So verringern wir unsere CO2-Emissionen und entlasten die Heizkostenrechnung der Bevölkerung", so sieht Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000, noch Handlungsbedarf.

Ein Erfolg für GLOBAL 2000, die Umwelt und die ÖsterreicherInnen

Die Umweltschutzorganisation hatte im Frühjahr dieses Jahres aufgedeckt, dass Gelder in Millionenhöhe von der OMV an die Initiative "Heizen mit Öl" fließen, die das klimaschädlichste derzeit am Markt befindliche Heizsystem finanziell unterstützt. In einem offenen Brief haben sich auf Initiative von GLOBAL 2000 insgesamt 21 Organisationen an Vorstandsvorsitzenden Rainer Seele gewandt und ein Umdenken gefordert. Bei der OMV-Hauptversammlung waren AktivistInnen von GLOBAL 2000 vor Ort und forderten "Erneuerbare Energie statt Öl-Abhängigkeit!" Sie wiesen darauf hin, dass die Förderung Menschen in die Ölabhängigkeit treibt und sie das teuer zu stehen kommen kann. Eine Studie der TU Wien errechnete, dass es für Haushalte zu Mehrkosten von 1.800 Euro pro Jahr kommt, wenn die Ölpreise wieder das hohe Niveau von vor einigen Jahren erreichen.

Klimaschonende und kostengünstige Alternativen sind hingegen vorhanden.* Bleibt die OMV bei ihrem Vorhaben, die Zahlungen erst mit Ende 2019 einzustellen, wird es noch ein ganzes weiteres Jahr finanzielle Unterstützung für den Einbau von neuen Ölheizungen geben und somit für alle negativen Folgen. Neben einer Beschleunigung des Ausstiegs der OMV ist für GLOBAL 2000 wichtig, dass die Initiative "Heizen mit Öl" aufgelöst wird und der Weg für klimafreundliche Heizsysteme freigemacht wird.

Öl ist von vorgestern - Unsere Zukunft liegt in den erneuerbaren Energien

“Wir dürfen die BürgerInnen in Zeiten der Klimakrise nicht in die Ölabhängigkeit führen. Die Initiative "Heizen mit Öl" ist nicht mehr zeitgemäß und muss aufgelöst werden. Unsere Zukunft ist erneuerbare Energie! Weiters ist die Politik jetzt gefordert, mit den Bundesländern den rechtlichen Rahmen zu definieren und sicherzustellen, dass keine Heizsysteme auf Basis fossiler Energie mehr installiert werden. Vom Umbau unseres Energiesystems profitieren die Umwelt, die BürgerInnen und die regionale Wirtschaft. Es ist jetzt Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen!", nennt Wahlmüller die nächsten Schritte zur Durchsetzung der Energiewende im Wärmebereich.

*TU Wien (2018): Wärmezukunft 2050

Link zum offenen Brief: https://www.global2000.at/sites/global/files/OffenerBriefSeeleOMV_2018.pdf

Link zur Aktion vor der Hauptversammlung: https://www.global2000.at/presse/global-2000-omv-muss-unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-initiative-%E2%80%9Eheizen-mit-%C3%B6l%E2%80%9C-endlich-beenden