Warnungen des Umweltbundesamtes Deutschland: EFSA-Grenzwert bietet keinen Schutz vor Hormonchemikalie - Minister Hundstorfer und Stöger müssen handeln!

(Wien, 10. Juni 2010) Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 unterstützt die gestern ausgesprochenen Warnungen des Umweltbundesamtes Deutschland vor der hormonartig wirkenden Chemikalie Bisphenol A. "Bereits in geringer Konzentration gefährdet diese Chemikalie, die vor allem in Plastikprodukten aus Polycarbonat (PC) enthalten ist, die menschliche Gesundheit", warnt Daniela Hoffmann, Chemikalienexpertin von GLOBAL 2000. Der Bericht des deutschen Umweltbundesamtes weist insbesondere darauf hin, dass Bisphenol A Föten im Mutterleib, Babys und Kleinkinder schädigen könne. Beispielsweise wurden Fruchtbarkeitsschädigungen, Beeinträchtigungen der Gehirnentwicklung und Organmissbildungen mit Bisphenol A in Zusammenhang gebracht, ebenso Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Solche Schäden sind im Tierversuch bereits bei Belastungen weit unterhalb des in der Europäischen Union geltenden Grenzwertes aufgetreten.

Der Grenzwert der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA bietet keinen ausreichenden Gesundheitsschutz vor den Gesundheitsrisiken durch Bisphenol A. "In Babyflaschen, Schnullern und in allen Gegenständen und Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, darf Bisphenol A nicht enthalten sein. Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer und Gesundheitsminister Alois Stöger müssen jetzt dem Vorbild von Dänemark, Frankreich und Kanada folgen und Bisphenol A in Baby- und Kinderprodukten endlich verbieten", fordert Hoffmann.

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Kontakt: Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: presse@global2000.a