Andernfalls leitet GLOBAL 2000 medienrechtliche Schritte ein.

Wien, am 31. Jänner 2013 - In Reaktion auf die am 29. Jänner von GLOBAL 2000 veranstaltete Pressekonferenz, bei der neue Untersuchungsergebnisse zum Korneuburger Grundwasser präsentiert wurden, welche in Widerspruch zu einem Gutachten der AGES stehen, veröffentlichte die AGES falsche Tatsachenbehauptungen.

Die AGES wurde auf diesen Umstand bereits gestern von GLOBAL 2000 aufmerksam gemacht. Leider finden sich unten stehende Aussagen nach wie vor auf der AGES-Homepage.

1.) Die AGES behauptet, bei den im Rahmen der Pressekonferenz präsentierten neuen Untersuchungsergebnissen zum Korneuburger Grundwasser handle es sich um eine (Zitat) : "Masterarbeit": Global 2000-"Studie".

Das ist unrichtig. Die Untersuchungen des Korneuburger Grundwassers wurden von der Stadt Korneuburg beauftragt und an der Fachhochschule Technikum Wien durchgeführt. GLOBAL 2000 war weder an der Beauftragung der Untersuchungen noch an deren Durchführung in irgendeiner Weise beteiligt.

2.) Weiters unterstellt die AGES Folgendes (Zitat): „Wie die Studienautoren selbst festhalten, konnte kein kausaler Zusammenhang zwischen den Konzentrationen von Thiamethoxam und Clopyralid und den Ergebnissen der Tests an den Zellkulturen hergestellt werden. Die verwendeten einfachen Labortests an Zellkulturen erlauben überdies keine Aussage über eine potenzielle hormonelle Wirksamkeit. ”

Das ist ebenso unrichtig. In dem gestern veröffentlichten Untersuchungsbericht der FH Technikum wird festgehalten: „Hingegen wurde mit der Zellinie T47D ebenfalls eine signifikante inverse Korrelation zwischen der Wachstumshemmung dieser Zelle und der Konzentration von Thiamethoxam in den Wasserproben (r=-0,62) gefunden. Diese Korrelation konnte für Clopyralid nicht nachgewiesen werden. Da die Zellinie T47D neben toxischen Wirkungen vor allem endokrin disruptive Effekte registriert (5), liefert dieses Ergebnis Hinweise auf endokrin disruptive Effekte von Thiamethoxam."

Die Umweltschutzorganisation fordert die AGES dazu auf, diese Behauptungen, die bereits in zahlreichen Medien Niederschlag gefunden haben, umgehend richtig zu stellen. Sollte das nicht passieren, sieht sich GLOBAL 2000 gezwungen, medienrechtliche Schritte gegen die AGES einzuleiten.