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Hohe Bürde zu Beginn der Kyoto-Periode 2008/2012 (Grafik) - Mit heimischen Klimaschutz-Maßnahmen Gaskrise und CO2-Reduktion meistern.

Wien (12. Jänner 2009). Anlässlich der Präsentation der Treibhausgas-Bilanz 2007 appelliert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 eindringlich an den neuen Umweltminister Berlakovich, sich für echte heimische Maßnahmen zur Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau Erneuerbarer Energien stark zu machen. „Hier liegt eine gewaltige Chance für die Zukunft, denn mehr Klimaschutz heißt auch mehr Unabhängigkeit von Energieimporten", so Silva Herrmann, Klimaschutzsprecherin von GLOBAL 2000.

Die Treibhasgas-Emissionen lagen 2009 bei 88 Mio. Tonnen CO2-Äquvalenten. Insgesamt liegt Österreich damit noch immer 19,2 Millionen Tonnen über der Kyoto-Verpflichtung. Der Rückgang um rund 3,5 Mio. Tonnen ist fast ausschließlich auf den milden Winter zurückzuführen. Denn die Treibhausgasreduktionen beschränken sich im Wesentlichen auf die Bereiche Heizen und Fernwärme. Verkehr ist nach wie vor die klimapolitische Achillesferse: Trotz Beimischung von Agrotreibstoffen steigen die Treibhausgas-Emissionen weiter an.

In einer Grafik zu den aktuellen Zahlen zeigt GLOBAL 2000 den dramatischen Rückstand Österreichs bei der Erreichung der Kyoto-Ziele. Dazu Herrmann: „Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Österreich sein Klimaziel erst 2012 errreicht haben muss. Der Kyoto-Zielwert von minus 13 Prozent Emissionen gilt bereits ab 2008. Alles, was wir im Jahr 2008 zu viel emittieren, muss später durch größere Emissionsminderungen kompensiert werden. Es ist ebenso ein Irrtum, den Zukauf von Verschmutzungszertifikaten aus dem Ausland als vollgültige Klimaschutzmaßnahme gelten zu lassen. Denn diese mit Steuergeldern gekaufte Zertifikate verfallen 2012 wieder."

GLOBAL 2000 plädiert daher für eine schnelle Umsetzung des im Regierungsprogramm vorgesehenen Klimaschutzgesetzes. „Wir brauchen eine gemeinsame Anstrengung aller Kräfte im Land, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Ein Klimaschutzgesetz im Verfassungsrang macht Klimaschutz zur ressortübergreifenden Staatsaufgabe und zwingt zum gemeinsamen Handeln. Gelingt uns dies, kann Österreich sich auch aus der politischen Abhängigkeit von Russland lösen“, sagt Herrmann.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecherin: DI Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17