Wien, am 23. November 2018 - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt die bedeutende Klimaschutzbotschaft von zahlreichen Staats- und Regierungschefs aus Europa, die sich auf Initiative von Bundespräsident Alexander Van der Bellen für mehr Ambition beim Klimaschutz aussprechen. „Dass heute 16 Staats- und Regierungschefs auf Initiative von Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklären, alles zu tun, um eine weltweite Klimakatastrophe zu verhindern, ist ein mutiges und starkes Signal. In Katowice muss es gelingen, eine Nachbesserung der nationalen Klimaschutzpläne auf Schiene zu bringen. Wir hoffen, dass alle, die sich heute zu Wort melden, Feuer fangen und sich auch weiter im Kampf gegen den globalen Klimakollaps engagieren werden“, zeigt sich Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000, erfreut.

GLOBAL 2000 sieht den Kampf gegen den globalen Klimakollaps an einem kritischen Punkt angelangt. Bleibt es bei den bisherigen Zusagen der Staaten, ist ein Temperaturanstieg um drei bis vier Grad die fatale Folge. Schon ein Anstieg um zwei Grad hätte drastische Konsequenzen für das Leben auf diesem Planeten. Hunderte Millionen Menschen wären dann von extremer Armut betroffen, Millionen Menschen würden zu Klimaflüchtlingen und einzigartige Ökosysteme, wie die weltweiten Warmwasserkorallen, würden komplett zerstört. Eine Eindämmung des Temperaturanstiegs auf 1,5 °C könnte schlimme Folgen verhindern. Dafür ist aber eine Reduktion der globalen Emissionen um 40 bis 50 Prozent bis 2030 notwendig. „Wenn wir den Kampf gegen den globalen Klimakollaps gewinnen wollen, müssen wir jetzt handeln. In der EU gilt es dabei auch, vor der eigenen Tür zu kehren. Es braucht bis 2030 eine Reduktion klimaschädlicher Emissionen um mindestens 60 Prozent und nicht um 40 Prozent, wie derzeit geplant. In Katowice muss die EU die Bereitschaft zeigen, auch die eigenen Pläne zu überarbeiten“, fordert Wahlmüller abschließend.