Atomkraft ist kein Klimaschutz.

GLOBAL 2000

Wien (25. April 2009). Anlässlich des 23. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe erinnert die GLOBAL 2000-Jugend an die verheerenden Folgen des Reaktorunfalls und appelliert an die Politik, gefährliche Atomreaktorprojekte zu verhindern. Die Jugendlichen zeigen mit einem Stand im Museumsquartier auf, welch drastischen Folgen ein Atomunfall in einem Umkreis von Tausenden Kilometern für Mensch und Umwelt haben kann. Zur Erinnerung haben sie jene Gemüsesorten mitgebracht, die in Österreich 1986 am stärksten radioaktiv belastet waren und damit das Strahlungssymbol nachgelegt. „Das Gemüse soll zeigen, wie schnell die radioaktive Kontamination uns alle betreffen kann. 1986 waren in Niederösterreich und im Burgenland die Ernten so stark kontaminiert, dass Spinat und Salate nicht in den Verkauf gebracht werden durften. Heute, 23 Jahre nach der Katastrophe, leiden und sterben in der Ukraine noch Millionen Menschen, darunter viele Kinder, an den Folgen des Reaktorunfalls“, so Sven Hergovich, Jugendkoordinator bei GLOBAL 2000.

GLOBAL 2000

 

Daher appelliert GLOBAL 2000 an die PolitikerInnen Betriebsdauerverlängerungen und Neubauten von Atomkraftwerken in ganz Europa und weltweit zu bekämpfen, denn die als Restrisiko heruntergespielte Gefahr von Unfällen ist nach wie vor existent. „Wir setzen uns vehement gegen den Ausbau der Atomkraft in unseren Nachbarländern ein und unterstützen nun auch die polnische Antiatombewegung im Kampf gegen die geplante Errichtung des ersten Atomkraftwerks“, so Hergovich. Neben dem Risiko von Unfällen sind auch die “klassischen“ Probleme der Atomkraftnutzung längst nicht bewältigt, sei es nun die Frage der Atommüllentsorgung, die Belastung der Bevölkerung durch Niedrigstrahlung oder die Finanzierung des Abwrackens von Atomkraftwerken. Und neue Risiken kommen dazu, wie etwa die Gefahr, dass spaltbares Material in falsche Hände gerät und zu militärischen Zwecken genutzt werden könnte. Im Lichte das Klimawandels propagiert die Atomlobby Atomkraft verstärkt als zukunftsfähige Energiequelle. Die Atomkraft hält jedoch nicht, was sie verspricht. Der weltweite Atomkraftanteil ist von 17 Prozent auf nur mehr 14 Prozent im Jahre 2007 gefallen, um diesen Anteil zu verdoppeln müsste 20 Jahre lang jede Woche ein neues Atomkraftwerk eröffnet werden.

 

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail:
presse@global2000.at, GLOBAL 2000 Jugendkoordinator: Sven Hergovich, 0676/4345 272